fetten

GrammatikVerb · fettete, hat gefettet
Aussprache
Worttrennungfet-ten
Wortbildung mit ›fetten‹ als Letztglied: ↗abfetten · ↗auffetten · ↗ausfetten · ↗durchfetten · ↗einfetten
 ·  mit ›fetten‹ als Grundform: ↗entfetten · ↗verfetten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. mit Fett einschmieren
Beispiele:
Schuhe, Leder fetten
eine Türangel, ein Getriebe fetten
den Teig auf das gefettete Blech tun
eine kleine Nubierin mit stark gefetteter Lockenfrisur [Th. MannJoseph4,358]
2.
Fett abgeben
Beispiel:
eine wenig, stark fettende Creme
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fett · Fett · fetten · fettig · Fettigkeit · Fettnäpfchen
fett Adj. ‘sehr beleibt, dick, fetthaltig (von Speisen)’. Das ursprünglich nur nd. Adjektiv (gegenüber hd. feist), vgl. mnd. vet, nd. fett, mnl. nl. vet, ist wie die unter ↗feist (s. d.) genannten Formen durch Kontraktion der Partizipialform germ. *faitiða- entstanden. Seit dem 14. Jh. ist fett in md. Texten nachzuweisen, seine Ausbreitung in das hd. Sprachgebiet nimmt durch Luther zu; heute allgemein üblich. Aus dem Adjektiv gebildet Fett n. ‘organisches (aus Estern des Glyzerins und Fettsäuren bestehendes, tierisches oder pflanzliches) Produkt’, mnd. vet, vette, nl. vet, im Hd. zuerst im 15. Jh. Häufig in Redensarten (ursprünglich wohl abschwächend für ‘Schläge, Prügel’) sein Fett kriegen (18. Jh.), jmdm. sein Fett geben (19. Jh.). fetten Vb. ‘mit Fett versehen’, mhd. vetten, vetzen, mnd. vetten. fettig Adj. ‘fett (von Speisen), mit Fett beschmiert’ (16. Jh.). Fettigkeit f. ‘Fettsein’, spätmhd. veticheit (14. Jh.). Fettnäpfchen n. ‘Behälter für Fett’; ins Fettnäpfchen treten, eigentlich wohl in den Napf mit Stiefelfett, dann übertragen ‘sich ungeschickt verhalten, sich unbeliebt machen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abschmieren · fetten · ↗schmieren

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arsch Beat Beute Bissen Braten Brocken Brot Ente Essen Gans Happen Henne Hintern Karpfen Kater Letter Pfründe Sau Schlagzeile Schwein Speck Weide Wurst dick faul gedruckt häßlich kursiv mager Überschrift

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fetten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Fetten sind fetter und die Schwachen sind schwächer geworden.
Die Welt, 22.01.2002
Zum Dank boten sie mir die große fette Frau an.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2000
Der ist fett, ihm gehen die Haare aus, und wenn er anfängt, ein Lied zu singen, ist er der schönste Mann auf der Welt.
Der Tagesspiegel, 19.12.1999
Der war in jener vergangenen Zeit ein fetter Mime der Frömmigkeit.
Tucholsky, Kurt: Was dem Lakaien seine Livree ist der Republik ihre Sieges-Allee. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929], S. 6795
Wer früh damit beginnt, wird auch in den sieben fetten Jahren maßhalten können.
Reznicek, Paula von u. Reznicek, Burghard von: Der vollendete Adam. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 17111
Zitationshilfe
„fetten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fetten>, abgerufen am 21.10.2019.

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