fettig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfet-tig
WortzerlegungFett-ig
Wortbildung mit ›fettig‹ als Erstglied: ↗Fettigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

reich an Fett
a)
stark fetthaltig
Beispiele:
ein fettiges Essen
eine fettige Bouillon
fettiges Haar
eine trübe gelbliche Brühe, deren Oberfläche fettig schimmerte [R. BartschGeliebt243]
b)
mit Fett beschmutzt, schmierig
Beispiele:
fettiges Papier
eine fettige Tüte
ich habe ganz fettige Hände
ein Kellner in fettigem Frack [Th. MannBuddenbrooks1,354]
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
eine fettige Stimme, Lache
[er] schrie ... mit seinem fettigen Bariton aus Leibeskräften [G. HermannGebert371]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fett · Fett · fetten · fettig · Fettigkeit · Fettnäpfchen
fett Adj. ‘sehr beleibt, dick, fetthaltig (von Speisen)’. Das ursprünglich nur nd. Adjektiv (gegenüber hd. feist), vgl. mnd. vet, nd. fett, mnl. nl. vet, ist wie die unter ↗feist (s. d.) genannten Formen durch Kontraktion der Partizipialform germ. *faitiða- entstanden. Seit dem 14. Jh. ist fett in md. Texten nachzuweisen, seine Ausbreitung in das hd. Sprachgebiet nimmt durch Luther zu; heute allgemein üblich. Aus dem Adjektiv gebildet Fett n. ‘organisches (aus Estern des Glyzerins und Fettsäuren bestehendes, tierisches oder pflanzliches) Produkt’, mnd. vet, vette, nl. vet, im Hd. zuerst im 15. Jh. Häufig in Redensarten (ursprünglich wohl abschwächend für ‘Schläge, Prügel’) sein Fett kriegen (18. Jh.), jmdm. sein Fett geben (19. Jh.). fetten Vb. ‘mit Fett versehen’, mhd. vetten, vetzen, mnd. vetten. fettig Adj. ‘fett (von Speisen), mit Fett beschmiert’ (16. Jh.). Fettigkeit f. ‘Fettsein’, spätmhd. veticheit (14. Jh.). Fettnäpfchen n. ‘Behälter für Fett’; ins Fettnäpfchen treten, eigentlich wohl in den Napf mit Stiefelfett, dann übertragen ‘sich ungeschickt verhalten, sich unbeliebt machen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
fettig · ↗schmalzig · ↗speckig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussehen Bratwurst Burger Currywurst Essen Finger Fingerabdruck Haar Haarsträhne Haut Locke Pommes Pommes frites Ruß Schwaden Sekret Soße Speis Strähne Wurst anfühlen glänzen glänzend klebrig knusprig salzig strähnig süß trocken ölig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fettig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Van der Veen rubbelt die Körner in seiner Hand, leicht fettig ist das gelb-grüne Korn.
Die Zeit, 19.06.2007, Nr. 25
Das Haar ist nicht fettig, man denkt aber, es sei fettig.
Tucholsky, Kurt: Die Glaubenssätze der Bourgeoisie. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928], S. 24792
Ihr schwarzes langes Haar hing strähnig und fettig um ihren Kopf.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 293
Was könnten ein paar dünne fettige Strähnen auch schon kaschieren?
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 235
Die fettige Haut verträgt allwöchentlich ein Dampfbad, ohne angegriffen, ohne zu fettarm zu werden.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 2
Zitationshilfe
„fettig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fettig>, abgerufen am 11.12.2019.

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