feudeln

Grammatik Verb · feudelt, feudelte, hat gefeudelt
Aussprache [ˈfɔɪ̯dl̩n]
Worttrennung feu-deln
Grundform Feudel
Wortbildung  mit ›feudeln‹ als Letztglied: ↗auffeudeln
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

norddeutsch jmd. feudeltmit einem Scheuerlappen wischen
Beispiele:
Am Freitag war ausweislich meines Putzplanes Sara an der Reihe, durchs Haus zu feudeln und Staub zu wischen. [Welt am Sonntag, 24.09.2017, Nr. 39]
Ein Mann feudelt durch die Gänge des Krankentrakts. [Welt am Sonntag, 04.02.2018, Nr. 5]
allgemeiner Kinder sind angekarrt worden, Wimpel wurden verteilt, die Stadtreinigung hat morgens noch mal die Straße gefeudelt. [Die Zeit, 19.02.2017, Nr. 08]
Kaum sind die letzten Sonnenhüte im Bus verschwunden, wuselt ein Putz‑Trupp durch die Maschine. Reihe für Reihe wird gefeudelt und gesaugt. [Bild am Sonntag, 07.08.2016, Nr. 32]
Denken Sie an ein flaches, ebenerdiges Holzhaus, hängen Sie Blumenkästen vor die Fenster, lassen Sie rotweißgewürfelte Bauerngardinen wehen, die Tür steht offen, der Fußboden des hellen Ganges ist frisch gefeudelt, es gibt keine Wärterloge. [Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 483]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„feudeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feudeln>, abgerufen am 15.04.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Feudel
Feudalzeit
Feudalwesen
Feudalverfassung
Feudalsystem
Feuer
Feuer speiend
Feuer sprühend
Feuer und Flamme
Feuer unter dem Dach