Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

feudeln

Grammatik Verb · feudelt, feudelte, hat gefeudelt
Aussprache [ˈfɔɪ̯dl̩n]
Worttrennung feu-deln
GrundformFeudel
Wortbildung  mit ›feudeln‹ als Letztglied: auffeudeln
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

oft D-Nordwest , D-Nordost , gelegentlich D-Mittelwest jmd. feudelt (etw., durch etw.)mit einem Scheuerlappen wischen
Beispiele:
Am Freitag war ausweislich meines Putzplanes Sara an der Reihe, durchs Haus zu feudeln und Staub zu wischen. [Welt am Sonntag, 24.09.2017]
Ein Mann feudelt durch die Gänge des Krankentrakts. [Welt am Sonntag, 04.02.2018]
Und wenn der tapfere, selbstlose Mann […] paar Stunden frei hat, dann putzt er, macht Gartenarbeit, er feudelt, wäscht und schrubbt die Böden. [Saarbrücker Zeitung, 14.03.2012]
Denken Sie an ein flaches, ebenerdiges Holzhaus, hängen Sie Blumenkästen vor die Fenster, lassen Sie rotweißgewürfelte Bauerngardinen wehen, die Tür steht offen, der Fußboden des hellen Ganges ist frisch gefeudelt, es gibt keine Wärterloge. [Lenz, Siegfried: Deutschstunde. Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 483]
allgemeiner Kinder sind angekarrt worden, Wimpel wurden verteilt, die Stadtreinigung hat morgens noch mal die Straße gefeudelt. [Die Zeit, 19.02.2017]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„feudeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feudeln>.

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