fidel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfi-del (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›fidel‹ als Letztglied: ↗bumsfidel · ↗kreuzfidel · ↗quietschfidel · ↗urfidel
 ·  mit ›fidel‹ als Grundform: ↗Fidelität
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich lustig, vergnügt
Beispiele:
ein fideler Bursche
salopp ein fideles Haus (= ein fideler Mensch)
dort saß eine fidele Gesellschaft beisammen
wir waren fideler Laune
es ging sehr fidel zu bei unserer Feier
So ein Lustiger, Fideler soll er sein, einer, der immer Gesellschaft sucht und gern einen trinkt [BredelSöhne50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fidel Adj. ‘lustig, vergnügt’. Im 17. Jh. wird lat. fidēlis Adj. ‘treu, zuverlässig’ (zu lat. fidēs ‘Treue, Glaubwürdigkeit, Vertrauen’) ins Dt. übernommen. Sowohl lat. fidēlis wie dt. fidel ‘treu’ entwickeln im 18. Jh. in der Studentensprache den Sinn ‘lustig, vergnügt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) pudelwohl (fühlen) · ↗aufgeräumt · ↗ausgelassen · beglückt · ↗beschwingt · erheitert · fidel · freudig erregt · ↗froh gelaunt · ↗frohgemut · ↗fröhlich · ↗gutgelaunt · ↗heiter · immer munter · ↗launig · ↗lustig · ↗munter · ↗unverdrossen · ↗vergnügt · voller Freude · wild vergnügt · wildvergnügt · ↗wohlgelaunt · wohlgestimmt  ●  frisch, fromm, fröhlich, frei  veraltend, selten · ↗gut gelaunt  Hauptform · ↗bumsfidel  derb · ↗freudetrunken  geh., altertümelnd · frohen Mutes  geh. · gut aufgelegt  ugs. · gut drauf  ugs. · guter Dinge  geh. · ↗mopsfidel  ugs. · ↗quietschfidel  ugs. · von Freudigkeit erfüllt  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abend Baracke Bauer Gefängnis Greis Großeltern Kerl Knast Rentner Stimmung gesund höchst lustig munter stets ziemlich zugehen Österreicher äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fidel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich zahlten die fidelen Musikanten das zu Unrecht bezogene Geld zurück.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2002
Er kann brüderlich umarmen, aber er kann auch donnern und poltern, und dann wieder sehr fidel sein.
Die Zeit, 02.01.1989, Nr. 01
Auch der Herr war musikalisch, überhaupt sehr lebenslustig und fidel, und so sang denn mitunter das ganze Haus.
Viersbeck, Doris: Erlebnisse eines Hamburger Dienstmädchens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 8180
Doch in dem fidelen Lärm war das zirpende Stimmchen kaum zu verstehen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18539
Klaren Kopf möchten Sie gern haben, wenn Sie nach einer "fidelen Nacht" unausgeschlafen an die Arbeit gehen müssen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 03.03.1926
Zitationshilfe
„fidel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fidel>, abgerufen am 18.02.2019.

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