fiebern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfie-bern
Wortbildung mit ›fiebern‹ als Letztglied: ↗abfiebern · ↗entgegenfiebern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Fieber haben
  2. 2. heftig erregt sein
    1. ⟨nach etw. fiebern⟩ nach etw. heftig verlangen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Fieber haben
Beispiele:
der Kranke fiebert stark, schon tagelang
eine Kompresse um den fiebernden (= fieberheißen) Kopf machen
Ich glaube, ich fiebere, ich muß einen Tee haben und schwitzen [KafkaSchloß335]
2.
heftig erregt sein
Beispiele:
vor Spannung, Aufregung, Erregung, Unruhe fiebern
Höfel fieberte an jedem Nerv [ApitzNackt118]
Die Straße drunten fieberte wirrer und lauter [Kellerm.Tunnel42]
nach etw. fiebernnach etw. heftig verlangen
Beispiele:
er fiebert danach, das Buch zu Ende zu lesen
nein, das ist kein nerviger Weibsteufel, der vergeblich fiebert: Ich will ein Kind! [F. WolfGrenze5,50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fieber · fiebern · fiebrig · fieberhaft
Fieber n. ‘erhöhte Körpertemperatur’, ahd. fiebar (9. Jh.), mhd. fieber, vieber, mit Genuswechsel aus gleichbed. lat. febris f. entlehnt. In übertragenem Sinne ‘Eifer, Erregung’. fiebern Vb. ‘an erhöhter Temperatur leiden, aufgeregt sein, etw. heftig ersehnen’, spätmhd. fiebern. fiebrig Adj. ‘an Fieber leidend, aufgeregt’, spätmhd. fieberic. fieberhaft Adj. ‘hektisch, aufgeregt’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›fiebern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fiebern‹.

Verwendungsbeispiele für ›fiebern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er fiebert genauso mit den Frauen wie mit den Männern.
Die Zeit, 26.06.2011 (online)
Sie freuen sich, sie brennen, sie fiebern, sie spüren Energie.
Die Welt, 09.12.2005
Obwohl sie noch immer hoch fieberte, war sie nicht mehr so schlaff und vor allem war sie bei Bewusstsein.
Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 79
Obgleich er etwas fieberte und das Bett hüten mußte, fand er sich aufgeräumter und unternehmungslustiger als vorher.
Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 366
Diehl lief hinter Mädchen fiebernd her, aber traute sich nichts.
Delius, Friedrich Christian: Ein Held der inneren Sicherheit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1981, S. 20
Zitationshilfe
„fiebern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fiebern>, abgerufen am 09.04.2020.

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