filmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfil-men
Wortbildung mit ›filmen‹ als Erstglied: ↗Filmer · ↗Filmerei  ·  mit ›filmen‹ als Letztglied: ↗abfilmen  ·  mit ›filmen‹ als Grundform: ↗verfilmen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ein fortlaufendes Geschehen auf einem Filmstreifen festhalten, indem man ihn belichtet, Filmaufnahmen machen
Beispiele:
schwarzweiß, farbig filmen
das Leben der Vögel filmen
die Ankunft des Staatsoberhauptes wurde von allen großen Wochenschauen gefilmt
es ist verboten, hier zu filmen
2.
in, an einem Film mitwirken
Beispiele:
filmen Sie im nächsten Jahr wieder?
der Schauspieler N hat schon seit längerer Zeit nicht mehr gefilmt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Film · filmen · verfilmen
Film m. ‘sehr dünne Schicht’, fotografisch ‘mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogener durchsichtiger und flexibler Streifen’. Das gegen Ende des 19. Jhs. ins Dt. übernommene engl. film ‘dünnes Häutchen, Überzug, Film’, aengl. filmen ‘Membrane, Eihaut, Vorhaut’ gehört zur ie. Wurzel und Verwandtschaft von ↗Fell (s. d.). Als Bezeichnung des fotografischen Steifens für Lichtbilder, im 20. Jh. auch für Lichtspielbilder und die dargestellte Handlung, heute in fast allen Sprachen üblich. filmen Vb. ‘einen Film drehen’; verfilmen Vb. ‘eine Handlung zu einem Film verarbeiten’ (beide 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufnehmen · filmen · ↗mitschneiden (Gespräch mit Kamera) · ↗videografieren · ↗videographieren  ●  ↗abfilmen  Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Camcorder Digitalkamera Fernsehkamera Fernsehteam Handkamera Handy Hochgeschwindigkeitskamera Kamera Kamera-Team Kameraleute Kameramann Kamerateam Reporter Sex Sicherheitskamera Spezialkamera Szene TV-Team Video Video-Kamera Videokamera abfilmen abhören filmen fotografieren heimlich interviewen knipsen mit Überwachungskamera

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›filmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich versuche schon beim Drehen nie mehr als das für jede Einstellung notwendige Minimum zu filmen, so dass es fast genügt, die einzelnen Streifen aneinanderzukleben.
Der Tagesspiegel, 21.02.2000
Das lasse ich vom Fernsehen filmen, damit jeder sehen kann, wie mit Kulturgütern umgegangen wird.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.1995
Andere gingen neben mir her, die Treppe hoch, als müßten sie mich filmen.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 393
Und nun möchten wir natürlich am liebsten den Führerstand filmen.
Opfermann, Hans Carl: Die neue Schmalfilm-Schule, Harzburg: Heering 1940, S. 39
Unter der Last ihrer Apparate stöhnen die Leute vom Fernsehen, filmen aber gleichwohl das Durcheinander.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 275
Zitationshilfe
„filmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/filmen>, abgerufen am 22.10.2019.

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