filtern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfil-tern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›filtern‹ als Erstglied: ↗Filteranlage · ↗Filterbassin · ↗Filterbehälter · ↗Filterbeutel · ↗Filterblase · ↗Filterglas · ↗Filterkaffee · ↗Filterkuchen · ↗Filtermaterial · ↗Filtermittel · ↗Filterpapier · ↗Filterpresse · ↗Filterrückstand · ↗Filtertuch · ↗Filtertüte · ↗Filterung · ↗Filterzigarette
 ·  mit ›filtern‹ als Letztglied: ↗abfiltern · ↗ausfiltern · ↗herausfiltern · ↗nachfiltern · ↗wegfiltern
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. durch einen Filter gehen lassen und dadurch trennen
a)
Beispiel:
den Kaffee, eine Flüssigkeit filtern
b)
Optik unerwünschte Strahlungsanteile des Lichtes aussondern, indem man es durch eine gefärbte, lichtdurchlässige Glasscheibe oder Folie gehen lässt
Beispiele:
gefiltertes Licht
Die gelben Jalousien im Herrenzimmer ließen gefilterte goldene Sonne einströmen [J. RothRadetzkymarsch279]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Filter · filtrieren · filtern · Filtrat · infiltrieren · Infiltration
Filter m. n. ‘Vorrichtung, die bestimmte Substanzen auffängt, zurückhält’, im 19. Jh. (in Anlehnung an älteres filtern, s. unten) aus mlat. filtrum (seit dem 16. Jh. in dt. Texten) eingedeutscht. Mlat. filtrum, eigentlich ‘Seihvorrichtung aus Filz’, ist als Latinisierung der Alchimistensprache (8. Jh.) gebildet aus einer unverschobenen germ. Form (etwa westgerm. bzw. anfrk. *filtir Plur.) von dem unter ↗Filz (s. d.) behandelten Substantiv. filtrieren Vb. ‘durch ein Filter geben’, im 16. Jh. wohl eher aus mlat. filtrare als aus (ebenfalls seit dem 16. Jh. bezeugtem) mfrz. frz. filtrer entlehnt. filtern Vb. gleichbed. mit filtrieren, bereits im 16. Jh. zu mlat. filtrum (s. oben) gebildet. Filtrat n. ‘gefilterte Flüssigkeit’ (19. Jh.), nach dem Part. Perf. mlat. filtratum. infiltrieren Vb. ‘eindringen, einsickern, einflößen’, auch ‘politisch-ideologisch unterwandern’, gelehrte Bildung des 19. Jhs.; dazu Infiltration f.

Thesaurus

Synonymgruppe
abseihen · ↗durchsieben · filtern · ↗sieben
Synonymgruppe
aufbereiten · filtern · ↗filtrieren · ↗klären · ↗läutern · ↗reinigen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgas Abluft Abwasser Aktivkohle Atemluft Barte Cookie Datenstrom Giftstoff Partikel Plankton Raumluft Regenwasser Rußpartikel Schadstoff Schwermetall Sieb Sinneseindruck Sonnenlicht Sonnenstrahl UV-Licht Zimmerpflanze abfiltern abkochen aufbereiten ausfiltern heraus herausfiltern säuberlich wegfiltern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›filtern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Atmosphäre des Planeten würde in diesem Fall das Sternenlicht filtern.
Die Zeit, 24.10.2012, Nr. 43
Weiterhin lässt sich die Anzeige filtern, wodurch sich der Administrator nur die für ihn gerade interessanten Verbindungen ausgeben lassen kann.
C't, 2000, Nr. 19
Das Licht fiel wie durch Milch gefiltert in den Tunnel; aus der Sonne wurde ein blasser Mond.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 127
Weil der Farb-Negativfilm beim Kopieren oder Vergrößern doch wieder gefiltert wird, lohnt es sich nicht, ihn schon bei der Aufnahme zu filtern.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 235
Durch das Blattwerk filterte die graue Feuchtigkeit und ließ einen scharfen Satz von Ruß und Kohlenstaub zurück.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 48
Zitationshilfe
„filtern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/filtern>, abgerufen am 22.11.2019.

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