final

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung fi-nal (computergeneriert)
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›final‹ als Erstglied: ↗Finalsatz  ·  mit ›final‹ als Grundform: ↗Finalität

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben] das Ende, den Abschluss bildend
  2. 2. [Sprachwissenschaft] den Zweck, die Absicht bezeichnend
    1. [Wissenschaft] zweckbestimmt, absichtsvoll
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben das Ende, den Abschluss bildend
Beispiele:
Gäste, die durch finalen Zustand [der Krankheit] in ihrer Freizügigkeit eingeschränkt waren [Th. MannZauberb.2,510]
man kann sich unsere innere Lage gar nicht final und kritisch genug vorstellen [Benn1,254]
2.
Sprachwissenschaft den Zweck, die Absicht bezeichnend
Beispiele:
ein finaler Gliedsatz
eine finale Konjunktion
Wissenschaft zweckbestimmt, absichtsvoll
Beispiel:
die kausale und finale Betrachtungsweise
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

final · Finalsatz
final Adj. ‘den Schluß betreffend, zweckgerichtet, am Ende befindlich’. Gleichbed. lat. fīnālis Adj. (zu lat. fīnis ‘Grenze, Ende’) wird im 18. Jh. ins Dt. entlehnt. Voraus geht die Übernahme der substantivierten neutralen Form des Adjektivs lat. fīnāle, mit Aufgabe des auslautenden -e nhd. Final n. ‘am Ende stehender Buchstabe’ (16. Jh.), ‘Schluß eines Musikstücks’, auch allgemein ‘Ende’ (17. Jh.), heute abgelöst durch ↗Finale (s. d.). Finalsatz m. Umstandsbestimmung des Zweckes in der Form eines Gliedsatzes (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
endgültig · final · ↗irreversibel · ↗unumkehrbar · ↗unwiderruflich · ↗unwiederbringlich  ●  nicht mehr zu ändern  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›final‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›final‹.

Verwendungsbeispiele für ›final‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und über allem schwebt das finale Ziel, den Marktwert zu erhöhen.
Süddeutsche Zeitung, 05.02.2000
Vielleicht aber handelt es sich auch um ein Koma, finales Stadium.
Die Zeit, 23.07.1998, Nr. 31
Innerhalb des Dramas trieb das »Vaudeville final« die Handlung nicht weiter voran.
Heartz, Daniel: Vaudeville. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 9900
Demnach ist die Realisierung eines Z. es ein final determinierter kausaler Prozeß.
Klein, J.: Zweck. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 44665
Sie zeigen keinen bewußten Werbewillen und bilden dementsprechend keine finalen Meinungsformen aus.
Schultze-Pfaelzer, Gerhard: Propaganda, Agitation, Reklame, Berlin: Stilke 1923, S. 219
Zitationshilfe
„final“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/final>, abgerufen am 11.07.2020.

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