finnig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfin-nig (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit blasenartigen Larven des Bandwurmes durchsetzt
Beispiel:
finniges Fleisch
2.
pickelig
Beispiele:
jmd. hat ein finniges Gesicht, einen finnigen Teint
Das war ein sommersprossiger, etwas finniger, rothaariger Bursche [BrochEsch41]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne2 · finnig
Finne2 f. ‘Blatter, Pustel, Mitesser’, auch blasenähnliche Larve (Jugendstand) des Bandwurms im Fleisch von Wirbeltieren. Den verwandten Formen frühnhd. vinne ‘Blatter, Pustel’, mnd. vinne, mnl. vinne, nl. vin ist die Bedeutung ‘spitz’ (‘spitzer Hautauswuchs’) gemeinsam, so daß für das Wort die gleiche Herkunft wie für ↗Finne (s. d.) anzusetzen ist. Im Fleisch geschlachteter Tiere werden die blasenförmigen Bandwurmlarven zunächst ebenfalls als ‘Knötchen’, als ‘spitze Auswüchse’ angesehen und Finnen genannt (15. Jh.). Nach der Erkenntnis der Entwicklung des Bandwurms wird der Name für die Larve beibehalten. finnig Adj. ‘mit Pickel versehen, von Bandwurmlarven durchsetzt’, mhd. vinnec (vom Fleisch, Schwein), mnd. vinnich ‘mit Finnenknötchen behaftet, verdorben, ranzig, stinkend’.
Zitationshilfe
„finnig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/finnig>, abgerufen am 18.09.2019.

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