firmen

GrammatikVerb
Worttrennungfir-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›firmen‹ als Erstglied: ↗Firmling · ↗Firmpate · ↗Firmung
eWDG, 1967

Bedeutung

Religion einem Kind das Sakrament zur Stärkung des Glaubens geben
Beispiele:
er wird in diesem Jahr gefirmt
Bis hierher geleitete man den Bischof, wenn er gefirmt hatte [FedererPapst13]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

firmen · Firmung · Firmelung · Firmling · konfirmieren · Konfirmation · Konfirmand
firmen Vb. ‘einem jungen Katholiken das Sakrament der Glaubensstärkung spenden’ (als Bestätigung und Festigung der Taufe), ahd. gifirmōn (10. Jh.), firmōn (11. Jh.), mhd. firmen ‘stärken, bekräftigen, befestigen, weihen, das Sakrament der Firmung spenden’ ist entlehnt aus lat. firmāre ‘festmachen, befestigen’ (auch in Geisteshaltung und Glauben), zu lat. firmus ‘fest’ (s. ↗firm). Daneben steht (in jüngerer Zeit selteneres) firmeln (16. Jh.). Firmung f. ahd. firmunga (Hs. 12. Jh.), mhd. firmunge. Firmelung f. mhd. firmelunge. Firmling m. ‘wer gefirmt wird’ (19. Jh.), nach firmeln und wohl auch dem Muster von Täufling gebildet. konfirmieren Vb. ‘einen jungen Protestanten zur Bestätigung der Taufe einsegnen’, d. h. ‘ihn als vollgültiges Mitglied in die Gemeinde aufnehmen und zum Abendmahl zulassen’. Mhd. confirmiren ‘rechtskräftig bestätigen, festsetzen, einsetzen’ (in dieser Bedeutung noch im 19. Jh.) ist entlehnt aus lat. cōnfirmāre ‘befestigen, bestärken’ (auch in Geisteshaltung und Glauben) und wird im 16. Jh. (Bucer 1539), anfangs neben später nur von katholischer Seite gebrauchtem firmen, Terminus der protestantischen Kirchensprache. Dazu Konfirmation f. ‘Einsegnung’, in der protestantischen Kirchensprache seit der brandenburgischen Kirchenordnung Joachims II. (1540), als Einrichtung vom Reformator Bucer befürwortet und später vom Pietisten Spener verbreitet; anfangs daneben auch noch Firmung. Zuvor bezeichnet Confirmation die ‘rechtskräftige Bestätigung, Einsetzung’ (15. Jh., noch im 19. Jh. üblich). Der Ausdruck ist entlehnt aus lat. cōnfirmātio (Genitiv cōnfirmātiōnis) ‘Befestigung, Bestärkung, Anerkennung’. Konfirmand m. ‘wer eingesegnet und als Mitglied der protestantischen Gemeinde bestätigt werden soll’ (18. Jh.), lat. cōnfirmandus, Gerundivum zu cōnfirmāre.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) die Firmung spenden · (jemanden) firmen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

konfirmieren taufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›firmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei uns in der Klasse lassen sich ziemlich viele nicht firmen.
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2004
Ein solch schneller Vollzug wäre dann auch für die Firmen attraktiv.
Der Tagesspiegel, 06.04.2000
In welchem Alter die Kinder gefirmt werden, setzt der Geistliche fest.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 276
Pfarrer Alois Lehmer hätte in ein paar Wochen den ältesten Sohn firmen sollen.
Bild, 19.06.2003
Kurz vor dem Aufbruch aus Mainz war Christoph gefirmt worden und hatte die erste heilige Kommunion empfangen.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 887
Zitationshilfe
„firmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/firmen>, abgerufen am 22.10.2019.

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