firnissen

GrammatikVerb · firnisst, firnisste, hat gefirnisst
Aussprache
Worttrennungfir-nis-sen
GrundformFirnis
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. mit Firnis bestreichen
Beispiele:
ein Gemälde firnissen
Das helle Holz der gefirnißten fichtenen Türen [F. WolfGrenze5,25]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Firnis · firnissen
Firnis m. ‘Leinöl enthaltendes schützendes Anstrichmittel’, mhd. firnīs, vernīʒ ist eine Entlehnung von afrz. verniz, das wohl aus ital. vernice stammt. Diesem liegt eine Form mlat. veronice zugrunde, womit damals ein bei der Zubereitung des lackartigen Anstrichs verwendetes Harz bezeichnet wird. Voraufgehende griech. Texte nennen dieses Harz beronī́kē (βερονίκη), so daß ein Zusammenhang mit dem Namen der Stadt Berenī́kē (Βερενίκη), des heutigen Bengasi, angenommen werden darf. firnissen Vb. mhd. firnīsen.

Verwendungsbeispiele für ›firnissen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese klebte man auf den Dosendeckel und firnißte sie abschließend.
o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 6794
Um das Gedächtnis der Menschheit für große Momente erbaulich zu erhalten, muss gefirnisst werden, restauriert, retuschiert.
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2000
Das Gemälde seiner Leidenschaft hing nämlich bereits fix und fertig, gefirnißt und gerahmt, im Museum des Kismetischen.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 313
Weihrauch hat sie gefirnisst, ebenso wie den geräucherten Käse auf unseren Tellern, vom König, von Tito, von Djindjić war lautstark die Rede.
Die Zeit, 29.12.2006, Nr. 47
Firniss überall.
Die Welt, 25.01.2003
Zitationshilfe
„firnissen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/firnissen>, abgerufen am 04.04.2020.

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