fischig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfi-schig
eWDG, 1967

Bedeutung

Fisch-
Beispiele:
ein fischiger Atem, Wasserduft
In dem Korb lagen dänische Delikatessen fleischlicher und fischiger Herkunft [HartungWunderkinder147]
bildlich
Beispiele:
ein fischiger (= starrer, glasiger) Blick
Der Alte sah sie kalt aus fischigen Augen an [BrechtKalendergeschichten9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fisch · fischen · Fischer · Fischerei · fischig · Fischbein
Fisch m. im Wasser lebendes Wirbeltier mit Schwimmflossen und Kiemenatmung, ahd. fisc (8. Jh.), mhd. visch, asächs. fisk, mnd. visch, mnl. visc, nl. vis, aengl. fisc, engl. fish, anord. fiskr, schwed. fisk, got. fisks haben außergerm. nur in gleichbed. lat. piscis und mir. iasc vergleichbare Parallelen. Auf den genannten Formen beruht ein Ansatz ie. *peisk-, *pisk- ‘Fisch’. Seebold in: Festschr. Knobloch (1985) 443 ff. verbindet diese nur westie. Formen mit aind. pitúḥ ‘Nahrung, Speise’, aslaw. pišta, woraus russ. píšča (пища) ‘Nahrung’, ferner mit lit. piẽtūs ‘Mittagsmahl’, air. ith ‘Getreide’ und geht von ie. *peitos ‘Nahrung’ (zur Wurzel ie. *peit- ‘nähren’) aus, das nach Trennung der indoeuropäischen Stämme über ie. *peitsk-, *pitsk- teilweise auf ‘Fisch’ (als ‘Zukost’ zum Brot u. dgl.) übertragen worden sei. fischen Vb. ‘Fische fangen, angeln’, ahd. fiscōn (9. Jh.), mhd. mnd. vischen, asächs. fiskon, aengl. fiscian, engl. to fish, anord. schwed. fiska, got. fiskōn; vgl. auch lat. piscārī. Fischer m. ‘wer Fische fängt’, ahd. fiscāri (9. Jh.), mhd. vischære. Fischerei f. ‘Fischfang, Zucht von Nutzfischen’, mhd. vischerīe. fischig Adj. ‘fischähnlich, nach Fisch riechend’, mhd. vischec. Fischbein n. Horn(stäbchen) aus den Barten der Bartenwale (16. Jh.), wohl verkürzt aus allerdings jünger belegtem (18. Jh.) Walfischbein; s. ↗Bein ‘Knochen’.

Typische Verbindungen zu ›fischig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geruch riechen schmecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fischig‹.

Verwendungsbeispiele für ›fischig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch das Ergebnis war - natürlich abhängig von der Qualität - keineswegs ein fischiges Etwas.
Der Tagesspiegel, 23.12.2001
Zu anrüchig war das ganze Feld geworden - im Jargon der Forscher "fischig".
Die Zeit, 29.01.1998, Nr. 6
Der sah ihn mit seinen geröteten fischigen Augen wieder an.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 102
Ich beglückwünschte ihn und fragte, was ihn also hindern würde, seinem fischigen Herzen zu folgen.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 127
Das ist gräßlich, klappt Augen und Mund auf und zu, fischig, gruselig, schrecklich.
Hermann, Judith: Sommerhaus, später, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 2000 [1998], S. 155
Zitationshilfe
„fischig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fischig>, abgerufen am 27.01.2020.

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