flächig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungflä-chig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›flächig‹ als Letztglied: ↗vielflächig
eWDG, 1967

Bedeutung

sich in einer Fläche erstreckend
Beispiele:
flächige Bilder, Ornamente
ein flächiges (= flaches) Gesicht
Perspektivisch verjüngt sich diese weite Flucht von roten Räumen ... in eine flächig verdämmernde Ferne [WerfelVeruntreuter Himmel219]
[der Farbholzschnitt] ist grafisch und flächig streng gehalten [Natur u. Heimat1961]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flach · Fläche · oberflächlich · Oberfläche · flächig · Flachland
flach Adj. ‘eben, platt, seicht, geistlos’, ahd. flah (9. Jh.), mhd. vlach, flach ‘eben, gerade, glatt, schlicht, platt’, mnd. vlak, mnl. vlac, nl. vlak ‘flach, platt, dünn’ sind verwandt mit asächs. flaka ‘Fußsohle’ und (ablautend) aengl. flōc, engl. fluke, anord. flōki ‘Flunder’. Außergerm. sind vergleichbar griech. pélagos (πέλαγος) ‘offene See’, lat. plaga ‘Platte, Blatt, Fläche’, placidus ‘flach, eben, glatt’, lit. plãkanas ‘flach’. Sämtliche Formen folgen Gutturalerweiterungen der unter ↗Feld (s. d.) genannten Wurzel ie. *pelə-, *plā- ‘breit und flach, ausbreiten’. Fläche f. ‘Ebene, freier Platz’, mhd. vleche, mathematisch ‘zweidimensionales geometrisches Gebilde’ (15. Jh.). oberflächlich Adj. ‘nicht tief eindringend, am Äußerlichen haften bleibend, flüchtig’ (18. Jh.), zu Oberfläche f. ‘äußere Fläche’ (17. Jh.). flächig Adj. ‘zweidimensional’ (19. Jh.). Flachland n. ‘Land ohne Bodenerhebungen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
2D · flächig · ↗zweidimensional
Assoziationen
Synonymgruppe
eben · ↗flach · flächig · ↗gerade · ↗glatt · ↗gleichmäßig · ↗plan · ↗planar · ↗topfeben (Verstärkung) · ↗waagerecht · ↗waagrecht · wellenlos  ●  ↗platt  ugs.
Assoziationen
  • Ebene · ↗Flachland · flaches Land  ●  plattes Land  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abbildung Arrangement Bilder Darstellung Farbauftrag Gebilde Gesicht Klang Komposition Malerei Malweise Muster Ornament Sound Stil Stilisierung Tableau Zeichnung angelegt aufgetragen eher farbig gemalt großzügig linear malen ornamental räumlich wirkend zweidimensional

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flächig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst später hat man in die M. flächige Bilder hineingesehen.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 22194
Die flächige Welt des Fernsehens ist eine an Komplexität ärmere, reduzierte Version der Wirklichkeit.
Die Zeit, 12.02.2001, Nr. 07
Denn natürlich ist der Tanz klar und schnörkellos wie immer, er strukturiert und pointiert sogar noch den flächigen Klang.
Süddeutsche Zeitung, 30.08.1999
Durch ihren flächigen Bezug auf die orthogonalen Gesetze, die in dem Bau wirksam sind, erfüllen sie sich in demselben Grade wie dieser mit überzeitlicher Wirklichkeit.
Geyer, H.-G.: Kunst. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 35965
In den neueren Werken haben dabei farbliche und flächige Momente gegenüber linearen an Bedeutung gewonnen.
Krickeberg, Dieter: Humel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 42649
Zitationshilfe
„flächig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/flächig>, abgerufen am 24.04.2019.

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