flöten

Grammatik Verb · flötet, flötete, hat geflötet
Aussprache 
Worttrennung flö-ten
Grundform Flöte1
Wortbildung  mit ›flöten‹ als Erstglied: ↗flöten gehen · ↗flöten sein  ·  mit ›flöten‹ als Letztglied: ↗anflöten  ·  mit ›flöten‹ als Grundform: ↗Geflöte
eWDG

Bedeutung

hohe, den Flötentönen ähnliche Laute hervorbringen
Beispiele:
Die Kinder lösen von den Schokoladentafeln das Silberpapier und flöten darauf [ Bachm.Dreißigstes Jahr7]
ein Leierkasten ... flötet Liebeslieder [ AlexisRuhe2,262]
umgangssprachlich pfeifen
Beispiele:
die Männer flöteten bei der Arbeit
als er über den Hof ging, flötete er das Brummelbeerlied [ Löns8,182]
von bestimmten Singvögeln   singen
Beispiele:
die Amsel flötete lieblich in der Dämmerung
die Nachtigallen flöten ihre sanften Lieder in der Nacht
Die Singvögel flöteten ihre letzten Weisen und rüsteten sich zur Abreise nach Süden [ RaabeHungerpastorI 1,256]
scherzhaft, übertragen einschmeichelnd in hohen Tönen sprechen
Beispiele:
sie flötete in den süßesten Tönen
»Wie reizend, daß Sie eine Stunde Zeit für uns gefunden haben, Herr Höfgen!« flötet die Hausfrau [ K. MannMephisto196]
»Prösterchen, und was wir lieben!« flötete Bottwender, seine Gewandtheit genießend [ LeipBergung66]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flöte · flöten · Flötist
Flöte f. Blasinstrument aus Holz oder Silberlegierung mit einem oder mehreren nebeneinanderliegenden Rohren. Mhd. vloite, floit, flöute ist ebenso wie mnl. flūte, fleute, floite, nl. fluit aus afrz. flaüte (frz. flûte) entlehnt. Dieses geht vielleicht auf aprov. flaüt, flauta zurück. Die Bezeichnung des Instruments ist wahrscheinlich onomatopoetischen Ursprungs, doch bleibt wegen der anlautenden Konsonantenverbindung auch ein Zusammenhang mit der Wortgruppe von lat. flāre ‘blasen’ zu erwägen. flöten Vb. ‘auf der Flöte blasen’, mhd. floiten, älter floitieren, nach afrz. flaüter. Flötist m. ‘Flötenspieler’ (19. Jh.), zuvor Flötenist (18. Jh.) mit dem roman., aus lat. -ista stammenden Suffix für Personenbezeichnungen (vgl. ital. flautista) gegenüber Flöter (16. Jh.), mhd. vloitære.

Thesaurus

Synonymgruppe
Flöte spielen  ●  flöten  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
flirten · flöten · ↗schmeicheln · ↗säuseln · ↗turteln
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
flöten · ↗schlagen (Fink, Nachtigall)  ●  ↗singen (Vogel)  Hauptform
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›flöten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flöten‹.

Verwendungsbeispiele für ›flöten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn man sich die alten Fotos anschaut, sieht es so aus, als wäre eine ganze Klasse flöten gegangen.
Die Zeit, 02.05.2011, Nr. 18
Und Zeit für Vorbereitungen auf den nächsten Unterricht geht flöten.
Bild, 23.12.1999
Ich bin doch niemals da, wo ich flöten gehen könnte.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 08.05.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Aber in diesem Augenblick flötete jemand auf der Straße dreimal.
Krüss, James: Mein Urgroßvater und ich, Hamburg: Oetinger 1959, S. 36
Papa und Mama reichten dem Direktor die Hand und flöteten etliches von »Dank für Verständnis« und »Kinderpsyche«.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 162
Zitationshilfe
„flöten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fl%C3%B6ten>, abgerufen am 16.05.2021.

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