flammen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungflam-men
Wortbildung mit ›flammen‹ als Letztglied: ↗abflammen · ↗aufflammen · ↗durchflammen2 · ↗emporflammen
 ·  mit ›flammen‹ als Grundform: ↗geflammt
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben brennen, lodern
Beispiele:
flammend stürzte das Flugzeug ab
Der Empfangssaal der Pfarrei ist ... ganz kalt, obwohl ein verschwenderisches Feuer im Kamin flammt [WerfelBernadette232]
Wenn von Alp zu Alp / Die Feuerzeichen flammend sich erheben [SchillerTellI 4]
bildlich
Beispiele:
O welche Liebe flammt in meiner Brust [SchillerTurandotII 4]
Sie redete sich in einen flammenden Zorn [RinserMitte202]
leuchten, funkeln, strahlen
Beispiele:
seine Augen flammen
mit flammenden Augen
ein flammendes Rot
die Dahlien flammten, auch in der Dämmerung flammten sie noch [KasackStadt165]
Überall in der tiefschwarzen Nacht flammen Lichter und Sterne [JensMann173]
übertragen flammendleidenschaftlich
Grammatik: oft im Part. Präs.
Beispiele:
eine flammende Rede halten
einen flammenden Appell an das die Bevölkerung richten
flammenden Protest erheben
ein flammendes Bekenntnis ablegen
flammende Begeisterung, Verse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flamme · flammen
Flamme f. ‘auflodernde, Licht und Wärme verbreitende Erscheinung bei der Verbrennung von Stoffen und Gasen’, ahd. flamma (10. Jh.), mhd. vlamme (auch vlam m.) ist entlehnt aus lat. flamma (aus *flagma), das zu lat. flagrāre ‘in Flammen stehen, brennen, lodern’ gebildet ist (s. ↗flagrant). Vom Substantiv abgeleitet flammen Vb. ‘hell leuchten, lodern, funkeln’, mhd. vlammen. Dazu geflammt Part.adj. ‘gezackt, lodernden Flammen ähnlich gemustert’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
glühen · hell sein · ↗strahlen  ●  ↗leuchten  Hauptform · ↗scheinen  Hauptform · Licht emittieren  fachspr. · flammen  geh., dichterisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blitz Blitzlicht Fackel Fenster Feuer Haar Himmel Licht Rot Scheinwerfer Sonne Stern ab auf aufflammen brennen durchflammen emporflammen erlöschen erneut flackern links plötzlich rot wiederaufflammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flammen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über uns flammte eine längst verloschene Schrift an der Wand.
Die Welt, 11.08.2001
Aber endlich flammte das Licht sicher, doch nicht, um ruhig an einer Stelle zu stehen.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 17
Sterne schlüpften aus dem kühlen Leib der Nacht hervor, und verlassene Dörfer flammten am Horizont.
Die Zeit, 26.06.1970, Nr. 26
Beatrice flammte mich an mit ihren indianischen Augen, das spornte mich unerhört.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 223
Die Bombeneinschläge schienen für hier vorüber, aber ringsum flammte alles lichterloh.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 27
Zitationshilfe
„flammen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/flammen>, abgerufen am 13.12.2019.

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