flatterhaft

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung flat-ter-haft
Wortzerlegung flattern -haft
Wortbildung  mit ›flatterhaft‹ als Erstglied: Flatterhaftigkeit
eWDG

Bedeutung

abwertend von unbeständigem Charakter, leichtlebig
Beispiele:
ein flatterhaftes Mädchen
ihr flatterhaftes Wesen, flatterhafter Charakter war bekannt
er ist sehr flatterhaft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flattern · Flattergeist · flatterhaft · flatterig
flattern Vb. ‘unruhig, scheinbar planlos mit schnellen Flügelschlägen fliegen, vom Winde bewegt werden’, nd. nl. fladderen; vgl. frühnhd. vladeren, fladern ‘flackern’ (15. Jh.), mhd. vlederen, vledern ‘flattern’ (s. Fledermaus). Noch im 16. Jh. übertrifft fladern, fladdern an Häufigkeit das seit etwa 1500 auftretende flat(t)ern, das im 17. Jh. im Hd. üblich wird. Das mit unterschiedlicher expressiver Ausprägung des Dentals (teilweise unter Analogiewirkung von flittern?) auftretende Verb verbindet sich vielleicht mit lit. plazdė́ti ‘flattern, kräftig mit den Flügeln schlagen, flimmern, flackern’, lett. pledināt ‘(die Flügel) bewegen’ und stellt sich zu einer Dentalerweiterung der unter Falter und voll (s. d.) genannten Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’. Oder sind flattern und flittern lautmalenden Ursprungs? Flattergeist m. ‘unbeständiger, wetterwendischer Mensch’ (16. Jh.). flatterhaft Adj. ‘unbeständig, leichtfertig’ (17. Jh.). flatterig Adj. (18. Jh.), älter flattericht (16. Jh.) ‘lose, unbeständig, schwankend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
flatterhaft · sprunghaft · unbeständig · unstet  ●  flippig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›flatterhaft‹ (berechnet)

Fsv-torwart Wesen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flatterhaft‹.

Verwendungsbeispiele für ›flatterhaft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die ist in der letzten Zeit auch furchtbar flatterhaft geworden. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 15.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Es wird flatterhaft, und wir versuchen vergeblich, es wieder einzufangen. [Der Tagesspiegel, 22.11.2004]
Und die Oper wäre ihr sicher zu leicht, zu flatterhaft. [Der Tagesspiegel, 22.02.2004]
Seine platte Nase mit den flatterhaften Nüstern war vorn etwas aufgebogen. [Die Zeit, 11.11.1988, Nr. 46]
Dabei wollte der eigentlich sein Image vom etwas flatterhaften Beau korrigieren. [Süddeutsche Zeitung, 31.12.1998]
Zitationshilfe
„flatterhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/flatterhaft>.

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