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fleckig

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [ˈflɛkɪç]
Worttrennung fle-ckig
Wortbildung  mit ›fleckig‹ als Erstglied: Fleckigkeit
eWDG

Bedeutung

mit Flecken bedeckt, voller Flecke
Beispiele:
ein fleckiger Spiegel, ein fleckiges Tischtuch, Foto
eine fleckige Wand
eine fleckige Haut
das Kleid, Hemd, der Anzug ist fleckig
die Kartoffeln, Äpfel, Blätter sind fleckig
Ihre Gesichter waren vom Wetter rot und fleckig [ RemarqueZeit zu leben64]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit Fell, befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Thesaurus

Synonymgruppe
fleckig · gepunktet · gesprenkelt · getüpfelt
Assoziationen
Synonymgruppe
Synonymgruppe
(lauter) Flecke haben · Flecke aufweisen · befleckt · besudelt · fleckig · mit Flecken übersät · verfleckt · voller Flecke
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›fleckig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fleckig‹.

Verwendungsbeispiele für ›fleckig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sah heute fleckig rot und angestrengt aus und blickte sehnsüchtig in die Ferne. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 194]
Befallene Pflanzen bleiben im Wachstum zurück, die Stengel werden fleckig. [o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 330]
Ihre in die Jahre gekommene Bräune wirkte glanzlos und fleckig, beinahe grau. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 69]
Sein Gesicht war geschwollen und fleckig, anders als im Leben, doch er erschien mir ansprechbar. [Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 48]
Die Kleidung des Mannes bestand aus einer fleckigen grünen Röhrenhose und einem gelben Buschhemd. [Ewers, H.G. [d.i. Gehrmann, Horst]: Invasion der Schatten, Rastatt: Moewig 1982 [1970], S. 13]
Zitationshilfe
„fleckig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fleckig>.

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