fleddern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfled-dern
Wortbildung mit ›fleddern‹ als Letztglied: ↗zerfleddern
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend Leichen, wehrlose Personen ausplündern
Beispiele:
die Leichen der Erschossenen wurden gefleddert
Straßenräuber fledderten den bei dem Autounfall schwer Verunglückten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fleddern · Leichenfledderer
fleddern Vb. ‘Wehrlose berauben, ausplündern’ (19. Jh.); vgl. rotw. fleddern ‘bestehlen, berauben (besonders Schlafende, Betrunkene)’, Herkunft ungewiß. Leichenfledderer m. ‘wer Tote bestiehlt, Leichen schändet’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›fleddern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fleddern‹.

Verwendungsbeispiele für ›fleddern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Anfangs kommt er gar nicht erst heil vom Hof, dann fleddern sie ihn durch den Wald.
Die Zeit, 04.03.1999, Nr. 10
Jeder, der sich mit ihm einläßt, wird nicht nur politisch diskreditiert, sondern auch ausgenutzt, mißbraucht, gefleddert.
Süddeutsche Zeitung, 28.04.1998
Doch am schlimmsten gefleddert würde das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft.
Der Spiegel, 08.03.1982
Die Kabelsender werden ihn bis dahin täglich fleddern, verfluchen und mit Gusto verspeisen.
Die Welt, 22.11.2003
Ich entdeckte ihn gestern in Schnelsen (Wogenmannsburg), und böse Menschen sind bereits dabei, ihn zu fleddern.
Bild, 10.05.2001
Zitationshilfe
„fleddern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fleddern>, abgerufen am 01.04.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Fledderer
Fleckvieh
Fleckung
Flecktyphus
Fleckschuss
Fledermaus
Fledermausärmel
fledermausgrau
Fledermausohren
fledern