flirren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungflir-ren (computergeneriert)
Wortbildung mit ›flirren‹ als Grundform: ↗Geflirr · ↗Geflirre
eWDG, 1967

Bedeutung

unruhig, funkelnd glänzen, flimmern
Beispiele:
durch die Dachluke flirrte das Mondlicht
flirrendes Licht
Im Kampf gegen die ... anhebende Dunkelheit fing das Tageslicht zu flimmern und zu flirren an [KasackStadt82]
Ein ungewisses Flirren von Schmuck, Orden und Uniformen erfüllte den Raum [Lernet-HoleniaMaltravers141]
sich sichtbar zitternd, unruhig bewegen
Beispiele:
Mücken tanzten in der heißen, flirrenden Luft
die flirrende Sommerhitze über den gemähten Feldern
die flirrende Landschaft (= die Luft über der Landschaft)
die hitzig durchsonnten Lüfte flirrten [Th. MannJoseph3,421]
Kohlenstaub flirrt im Scheinwerferlicht wie ein Schwarm winziger Mücken [E. ClaudiusMenschen115]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flirren Vb. ‘flimmern, schwirren, surren’ (18. Jh.), zuvor ‘flattern’ (17. Jh.). Das erst spät bezeugte Verb ist nd. Ursprungs, mundartlich ‘sich unruhig oder schwebend, flatternd bewegen, leicht blitzend auf und ab schweben’. Verwandtschaft mit ↗flattern, ↗flittern (s. d.) ist möglich. Erwogen wird aber auch Mischung von flimmern und schwirren.

Thesaurus

Synonymgruppe
blinken · ↗flackern · ↗flimmern · flirren
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asphalt Auge Blatt Dach Decke Farbe Himmel Hitze Libelle Licht Luft Sonne Sonnenstrahl Staub Wand Wind draußen durchflirren flattern flimmern funkeln herum schimmern sirren umflirren umher vorbei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flirren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Lichter flammen auf in den Hängen, flirrend in der dünnen Luft.
Die Zeit, 05.01.2000, Nr. 2
Die Bäume flirren, ich komme ihnen näher, Korrektur wiederum wirft zu weit nach links.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 75
Es flirrt da etwas in ihnen, es flimmert, es zwinkert - also das ist gar nicht einfach.
Tucholsky, Kurt: Die Lügen-Kartei. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931]
Jenseits der Stadt flirrten die Wälder des Taunus in hellem Grün.
Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 128
Draußen flirrte etwas, ich wußte gleich, der Deckel des Gucklochs war beiseite geschoben worden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1941. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1941], S. 105
Zitationshilfe
„flirren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/flirren>, abgerufen am 23.09.2019.

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