flutschen

GrammatikVerb · flutscht, flutschte, hat/ist geflutscht
Aussprache
Worttrennungflut-schen
Wortbildung mit ›flutschen‹ als Letztglied: ↗durchflutschen

Bedeutungsübersicht+

  1. [landschaftlich, umgangssprachlich] ...
    1. 1. [besonders norddeutsch, besonders ostmitteldeutsch] flott, reibungslos vonstattengehen
    2. 2. [besonders norddeutsch] schlüpfen, rutschen
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, umgangssprachlich
1.
besonders norddeutsch, besonders ostmitteldeutsch flott, reibungslos vonstattengehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Arbeit flutscht
bei ihr flutscht es, hat es immer geflutscht
das Malen und Kleben flutschte nur so [F. WolfGrenze5,24]
die letzten Tage hat's nur so geflutscht mit dem Geldverdienen [FalladaKleiner Mann148]
2.
besonders norddeutsch schlüpfen, rutschen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
die glatte Flasche flutschte ihm aus den Fingern
Wieder flutschten seine Beine durch die Hosenröhren, wie weiße Pfeile [StrittmatterOchsenkutscher9]
Wie der Schatten gegen das Fenster geflutscht kam [SeghersSiebtes Kreuz4,267]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flutschen Vb. ‘von der Hand gehen, vorankommen’; wahrscheinlich lautmalende Bildung, die im 19. Jh. aus den Mundarten (vgl. nd. ‘sich hastig bewegen’, omd. ‘von der Hand gehen, vorankommen’) ins Hd. übernommen wird, zuerst vornehmlich als Ausdruck schneller Bewegung, heute meist in der Wendung das flutscht ‘das geht von der Hand, glückt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
gleiten · ↗glitschen · ↗rutschen  ●  flutschen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›flutschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flutschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›flutschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und genau da flutschte der Ball zum 1:1 durch.
Bild, 10.11.1997
Noch leichter flutscht vieles, wenn es mit Musik unterlegt wird.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2000
Einmal zu nahe gekommen, schon flutscht man in eine andere Welt.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2002
Wenn man berühmt ist oder bekannt tut, dann flutscht es.
Die Welt, 04.09.1999
Besteck ist gänzlich überflüssig, ja selbst die Zähne sind entbehrlich geworden: das glitschige Rinderhack flutscht Säuglingen wie Greisen umstandslos in die Röhre.
konkret, 1981
Zitationshilfe
„flutschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/flutschen>, abgerufen am 04.04.2020.

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