foppen

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈfɔpn̩]
Worttrennung fop-pen
Wortbildung  mit ›foppen‹ als Erstglied: ↗Fopperei
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn. necken, hänseln, zum Besten haben
Beispiele:
jmdn. ein wenig, unaufhörlich foppen
du willst mich wohl foppen?
wir fühlten uns andauernd von seinen Sticheleien gefoppt
jmdn. mit übermütigen Worten, einem Spitznamen foppen
[ein Witz] mit dem ich sie foppen ... wollte [ LöscherAlles Getrennte343]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

foppen Vb. ‘necken, veralbern’ (17. Jh.), zuerst (15. Jh.) belegt in der Bedeutung ‘schwindeln, lügen’. Früher bezeugt sind die Nomina agentis fopperin (14. Jh.) und fopper (Mitte 15. Jh.). Die Etymologie ist ungeklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um Wörter aus der Gaunersprache; ein Zusammenhang mit engl. to fob ‘betrügen’, mengl. fobbe ‘Betrüger’ ist möglich.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) ein X für ein U vormachen · foppen · ↗narren · ↗nasführen · ↗täuschen · zum Besten haben · zum Besten halten · zum Narren halten  ●  (jemanden etwas) glauben machen  Hauptform · ↗(jemandem etwas) weismachen  ugs. · (jemandem) einen Bären aufbinden  ugs. · (jemanden) für dumm verschleißen  ugs., rheinisch, veraltend · (mit jemandem) sein(e) Spielchen treiben  ugs. · an der Nase herumführen  ugs. · ↗anführen  ugs. · ↗anmeiern  ugs. · ↗anschmieren  ugs. · auf den Arm nehmen  ugs., fig. · auf die Rolle nehmen  ugs. · auf die Schippe nehmen  ugs. · ↗aufziehen  ugs. · ↗einseifen  ugs. · für dumm verkaufen  ugs. · ↗hochnehmen  ugs. · ↗hopsnehmen  ugs. · ↗verarschen  derb · ↗verdummbeuteln  ugs. · verdummdeubeln  ugs. · ↗vergackeiern  ugs. · verkaspern  ugs. · ↗verkohlen  ugs. · ↗verladen  ugs. · vernatzen  ugs., regional · ↗verschaukeln  ugs. · ↗verscheißern  derb · ↗veräppeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›foppen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›foppen‹.

Verwendungsbeispiele für ›foppen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vier, manchmal fünf Männer stehen um ihn herum und foppen ihn.
Süddeutsche Zeitung, 16.08.1996
Wenn ich nur nicht schon ein paar Mal gefoppt worden wäre.
Die Zeit, 13.11.2000, Nr. 46
Dann später werden wir von unsern uns an Kraft überlegenen Brüdern gefoppt, übervorteilt, misshandelt.
Janitschek, Maria: Die neue Eva. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10400
Herr Holz versucht sie manchmal zu foppen, es gelingt ihm zu seiner Beruhigung nicht.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 24
Vermutlich war ihm mein plötzliches Unbehagen nicht entgangen, und er hatte die Vorstädte nur erwähnt, um mich zu foppen.
Arjouni, Jakob: Chez Max, Zürich: Diogenes 2006, S. 123
Zitationshilfe
„foppen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/foppen>, abgerufen am 24.01.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Footing
Footcandle
Football
Foot
Foodsharing
Fopperei
Foramen
Foraminifere
Force
Force majeure