fortbringen

GrammatikVerb · brachte fort, hat fortgebracht
Aussprache
Worttrennungfort-brin-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungfort-bringen
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
etw., jmdn. von einem Ort wegbringen, fortschaffen
Beispiele:
ein Buch, einen Stuhl fortbringen
die Leute brachten alles fort (= schleppten alles weg)
man hat den Verletzten (im Krankenwagen) fortgebracht
2.
etw., jmdn. von der Stelle bringen, vorwärtsbringen, weiterbringen
Beispiele:
die Lokomotive brachte den Zug kaum noch fort (= konnte ihn kaum noch ziehen)
das Kind war von dem Spielzeuggeschäft nicht fortzubringen (= konnte nicht zum Weitergehen bewegt werden)
diese Last bringe ich nicht fort (= kann ich nicht tragen)
übertragen etw. zum Gedeihen bringen, lebensfähig erhalten
Beispiel:
Blumen, Topfpflanzen fortbringen
sich fortbringensich durchs Leben schlagen, fortkommen
Beispiele:
sich gut, kümmerlich, mit zusätzlicher Nebenarbeit fortbringen
dann ziehen wir eben weiter, bringen uns im Krieg mit Marketendern fort [H. KurzSonnenwirt376]

Thesaurus

Synonymgruppe
abtransportieren · ↗ausräumen · beiseiteräumen · ↗beseitigen · ↗entfernen · fortbringen · ↗fortschaffen · ↗verbringen · ↗verfrachten · ↗wegbringen · ↗wegräumen · ↗wegschaffen  ●  ↗forttragen  veraltend
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Busse Flüchtling Leiche bringen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortbringen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Frau und seine vier kleinen Kinder hat er längst fortgebracht.
Süddeutsche Zeitung, 08.08.2002
Also hat man den Bogen abgeräumt und weit fortgebracht, nach Wien.
Die Zeit, 13.08.2003, Nr. 33
Die Wagen, die sie fortgebracht hatten, karrten sie auch wieder nach Hause, zu der gleichen Stelle oberhalb der Siedlung.
Lenz, Siegfried: Heimatmuseum, Hamburg: Hoffmann und Campe 1978, S. 398
Auch können wir beide den schweren Körper nicht allein fortbringen.
Brief von Martin Müller vom 19.03.1916. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1916], S. 175
Aber wer sollte es ernähren und fortbringen in einer solchen Sauzeit?
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 946
Zitationshilfe
„fortbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortbringen>, abgerufen am 23.10.2019.

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