fortdauern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfort-dau-ern (computergeneriert)
Wortzerlegungfort-dauern1
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben unverändert dauern, andauern, weitergehen
Beispiele:
etw. dauert lange, ewig so fort
das Regenwetter, der Sturm dauert noch immer fort
seine Liebe hat bis zum Tode, über das Grab hinaus fortgedauert
in seines Kindes Tugend / Unsterblich, unvergänglich fortzudauern (= weiterzuleben) [SchillerCarlosII 2]
Herr von Bismarck spricht von ... der fortdauernden Besetzung der Forts, bis alles zu seiner Zufriedenheit abgewickelt ist [BrechtCommune2]

Thesaurus

Synonymgruppe
andauern · ↗anhalten · aufrechterhalten werden · dauern · ↗fortbestehen · fortdauern · fortgesetzt werden · nicht aufhören · nicht nachlassen · ungebrochen sein · von Dauer sein · ↗währen  ●  ↗(so) gehen  ugs. · fortwähren  geh. · ↗weitergehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) behaupten · (sich) gewachsen zeigen · ↗(sich) halten · ↗bleiben · ↗durchhalten · erhalten bleiben · ↗fortbestehen · fortdauern · ↗fortleben · gewachsen sein · seinen Mann stehen · ↗standhalten · weiter bestehen · ↗weiterbestehen · ↗überdauern · ↗überleben  ●  dicke Bretter bohren  ugs., fig.
Assoziationen
  • (sich) halten (an) · bleiben bei · festhalten an · nicht abgehen von · nicht aufgeben  ●  (sich) leiten lassen von  geh.
  • (eine) schwere Aufgabe  ●  hartes Brot  fig.
  • (etwas) unbeirrt fortsetzen · (jemanden) nicht anfechten · (sich) nicht abbringen lassen (von) · (sich) nicht beirren lassen · (unbeirrt) weitermachen wie bisher · ↗aufrechterhalten · bleiben bei · dabei bleiben · fest im Blick behalten · festhalten an · nicht abgehen von · nicht ablassen von · nicht aus den Augen verlieren · standhaft bleiben  ●  (sich) nicht aus dem Konzept bringen lassen  fig. · Kurs halten  fig.
  • (sich) behaupten · (sich) nicht unterkriegen lassen · nicht klein beigeben  ●  (sich) nicht die Butter vom Brot nehmen lassen  fig. · (sich) nicht unterbuttern lassen  fig. · (sich) nicht alles gefallen lassen  ugs.
  • (etwas) unbeirrt fortsetzen  ●  Kurs halten  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufschwung Ausstand Baisse Besetzung Boom Gegenwart Kampf Krieg Rivalität Streik Streit Teilung Tendenz Trend Unruhe Unruhen Unsicherheit Unterbrechung Vertreibung Weile Zustand bis dauern ewig hinein hinweg lange unbegrenzt ununterbrochen unvermindert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortdauern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch ich sterbe nicht ganz, denn das, was in mir ist, dauert fort als unzerstörbar.
Bild, 07.03.2003
Der Prozess, der damit in Gang gesetzt wurde, dauert bis heute fort.
Süddeutsche Zeitung, 08.12.1999
Das Exil dauerte im physischen wie geistigen Sinne größtenteils fort.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7754
Die Malerei hat also 200 Jahre länger geblüht oder dauert heute noch fort?
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 359
Nur an bestimmten Stellen haben die alten Sitten des gruppenweisen Zusammenarbeitens fortgedauert.
Schmoller, Gustav: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre Erster Teil, Berlin: Duncker & Humblot 1978 [1900], S. 464
Zitationshilfe
„fortdauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortdauern>, abgerufen am 19.09.2019.

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