Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortdrängen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung fort-drän-gen
Wortzerlegung fort- drängen
eWDG

Bedeutung

jmdn. von einem Ort wegdrängen, verdrängen
Beispiele:
jmdn. von seinem Platz, von seiner Stelle fortdrängen
sie wurden von dem Besucherstrom bis an den Rand des Messegeländes fortgedrängt

Verwendungsbeispiele für ›fortdrängen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei Jahre hatte Else Lasker‑Schüler trotzig, wütig, leidenschaftlich mit dem Tode gekämpft und ihn immer wieder mit übermenschlicher Kraft fortgedrängt von ihrem Sohn. [Frankfurter Zeitung (Abend-Ausgabe), 02.01.1928]
Immer mehr drängt es den Mann fort vom Busen des Weibes hin zum Busen der Natur, zurück zur Arbeit. [Die Welt, 22.01.2001]
Caspar fragte, warum sie denn so fortdränge, aber darüber wußte sie im Grund keinen Aufschluß zu geben. [Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 347]
Viele Staatsanwälte, die an der großen Säuberungsaktion beteiligt waren, drängt es mittlerweile fort aus Mailand – nicht nur aus Karrieregründen. [Die Welt, 23.02.2000]
Aus der im Ödland neugeschaffenen Hauptstadt Madrid drängte es den König fort zu einer noch ausschließlicheren und reineren Darstellung seiner Staatskonzeption. [Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1434]
Zitationshilfe
„fortdrängen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortdr%C3%A4ngen>.

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