Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortleben

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung fort-le-ben
Wortzerlegung fort- leben
eWDG

Bedeutungen

1.
über den Tod hinaus weiterleben, im Gedächtnis bewahrt bleiben
Beispiele:
in seinen Kindern, im Herzen des Volkes fortleben
jmds. Name, Werk lebt fort
ihre Liebe lebt unsterblich fort
doch lebt sein Geist / In einem tapfern Heldenpaare fort [ SchillerBraut v. MessinaI 1]
das Fortlebendie weitere Existenz
Beispiele:
das Fortleben seines Namens
der Glaube an das Fortleben der Seele im Jenseits
Goethe, naturwissenschaftlich gebildet, wie auch Voltaire es gewesen war, wünschte sein individuelles Fortleben nach dem Tode [ H. MannZeitalter217]
2.
veraltend sein Leben weiterführen
Beispiele:
so konnten wir nicht fortleben
Wir … wünschen dem Paare, daß es so glücklich fortlebe, wie ihre Ehe glücklich begonnen [ Stifter1,285]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) behaupten · (sich) gewachsen zeigen · (sich) halten · bleiben · durchhalten · erhalten bleiben · fortbestehen · fortdauern · fortleben · gewachsen sein · seinen Mann stehen · standhalten · weiter bestehen · weiterbestehen · überdauern · überleben  ●  dicke Bretter bohren  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›fortleben‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortleben‹.

Verwendungsbeispiele für ›fortleben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am längsten hat das tautologische Erklären in der psychologischen Theorie der "Vermögen" fortgelebt. [Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 76]
Die Melodien ihrer Lieder lebten in der syrischen Kirche fort. [Kretschmar, G.: Bardesanes. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 24759]
In seinem Herzen lebte das fort, von dem er sich hatte trennen müssen. [Steiner, Rudolf: Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie. In: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 31107]
Sie lebten in ihm fort, viele waren für ihn nicht tot; sie wirkten in ihm. [Tucholsky, Kurt: Gedenken an Siegfried Jacobsohn. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 20567]
In veränderter Form aber lebte das genossenschaftliche Bauen auch nach 1945 fort. [Die Zeit, 05.06.2013, Nr. 22]
Zitationshilfe
„fortleben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortleben>.

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