Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortloben

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung fort-lo-ben
Wortzerlegung fort- loben
eWDG

Bedeutung

eine unerwünschte Person durch übermäßiges Lob zum Weggehen veranlassen und an anderer Stelle unterbringen, jmdn. wegloben
Beispiele:
der ehrgeizige Streber wurde fortgelobt
Man lobte uns fort in ein Nachbardorf [ SchomburgkAfrika34]

Verwendungsbeispiele für ›fortloben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Also wird er auf einen höheren Posten im Militärapparat fortgelobt. [Süddeutsche Zeitung, 03.11.1994]
Wurde Podgorny, der bisher als einer der mächtigsten Männer im Parteisekretariat angesehen wurde, „fortgelobt“? [Die Zeit, 17.12.1965, Nr. 51]
Unter Jelzin versucht man, sie auf höhere Posten, die fern von der Truppe sind, fortzuloben. [Süddeutsche Zeitung, 11.11.1994]
Der Bundeskanzler hätte die Möglichkeit, einen unbequemen innenpolitischen Gegendenker nach Europa fortzuloben. [Die Zeit, 04.05.1984, Nr. 19]
Das bekam sein Präsidium in diesem Winter abermals zu spüren, als der in Berlin unerwünschte Kirchentag nach Leipzig fortgelobt werden sollte. [Die Zeit, 21.07.1961, Nr. 30]
Zitationshilfe
„fortloben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortloben>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
fortlegen
fortleben
fortlaufend
fortlaufen
fortlassen
fortlocken
fortmachen
fortmarschieren
fortmüssen
fortnehmen