fortmachen

GrammatikVerb · macht fort, machte fort, hat/ist fortgemacht
Aussprache
Worttrennungfort-ma-chen
Wortzerlegungfort-machen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. von einem Ort weggehen
    1. a) [umgangssprachlich] ⟨sich fortmachen⟩ sich eilig wegbegeben
    2. b) [salopp, landschaftlich] wegziehen
  2. 2. [umgangssprachlich] fortfahren, weitermachen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
von einem Ort weggehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’, mit Hilfsverb ‘ist’
a)
umgangssprachlich sich fortmachensich eilig wegbegeben
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
sich heimlich, schnell fortmachen
mach dich bloß fort!
Nun mach ich mich beizeiten fort! (= aus dem Staube!) [GoetheFaustI 3004]
verhüllend sterben
Beispiel:
Da hat er sich aber schnell fortgemacht [KlugeKortüm677]
b)
salopp, landschaftlich wegziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
unser Nachbar ist vorigen Monat fortgemacht
Konsumklauschkes werden ja bald von hier fortmachen in die Stadt [StrittmatterTinko347]
2.
umgangssprachlich fortfahren, weitermachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
mache nur so fort, wie du angefangen hast
spöttischwenn er so fortmacht, wird er es weit bringen (= wenn er sein verwerfliches Tun fortsetzt, wird er es zu nichts bringen)
und wenn Deutschland so fortmacht ... so kann mit der Zeit auch noch aus Deutschland was Gutes kommen [SchillerRäuberII 3]

Verwendungsbeispiele für ›fortmachen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich sagte ihm, wenn ich anläßlich der Ausführung der Explosion fortmachen müßte, dann habe ich kein Geld.
Friedländer, Hugo: Das Dynamit-Attentat bei der Enthüllungsfeier des Niederwald-Denkmals. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 6278
Was lag näher, als zu glauben, man könne da wieder fortmachen, wo die Katastrophe von 1933 alles zerschlagen hatte?
Die Zeit, 21.03.1980, Nr. 13
Still und stumm machte er sich fort, aus Protest gegen die Schelle.
Der Tagesspiegel, 11.06.2002
Ja, ich stoße noch brummend manchmal in die Heizung - aber zum April mache ich da fort, darüber schreibe ich noch.
Tucholsky, Kurt: An Walter Hasenclever, 1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16524
Sobald Diederich wieder zu Luft gekommen war, machte er sich fort aus dieser Schreckenskammer.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 146
Zitationshilfe
„fortmachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortmachen>, abgerufen am 09.04.2020.

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