Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortmachen

Grammatik Verb · macht fort, machte fort, hat/ist fortgemacht
Aussprache 
Worttrennung fort-ma-chen
Wortzerlegung fort- machen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. von einem Ort weggehen
    1. a) [umgangssprachlich] ⟨sich fortmachen⟩ sich eilig wegbegeben
    2. b) [salopp, landschaftlich] wegziehen
  2. 2. [umgangssprachlich] fortfahren, weitermachen
eWDG

Bedeutungen

1.
von einem Ort weggehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’/‘ist’
a)
umgangssprachlich sich fortmachensich eilig wegbegeben
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
sich heimlich, schnell fortmachen
mach dich bloß fort!
Nun mach ich mich beizeiten fort! (= aus dem Staube!) [ GoetheFaustI 3004]
verhüllend sterben
Beispiel:
Da hat er sich aber schnell fortgemacht [ KlugeKortüm677]
b)
salopp, landschaftlich wegziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
unser Nachbar ist vorigen Monat fortgemacht
Konsumklauschkes werden ja bald von hier fortmachen in die Stadt [ StrittmatterTinko347]
2.
umgangssprachlich fortfahren, weitermachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
mache nur so fort, wie du angefangen hast
spöttischwenn er so fortmacht, wird er es weit bringen (= wenn er sein verwerfliches Tun fortsetzt, wird er es zu nichts bringen)
und wenn Deutschland so fortmacht … so kann mit der Zeit auch noch aus Deutschland was Gutes kommen [ SchillerRäuberII 3]

Verwendungsbeispiele für ›fortmachen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich sagte ihm, wenn ich anläßlich der Ausführung der Explosion fortmachen müßte, dann habe ich kein Geld. [Friedländer, Hugo: Das Dynamit-Attentat bei der Enthüllungsfeier des Niederwald-Denkmals. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 6278]
Was lag näher, als zu glauben, man könne da wieder fortmachen, wo die Katastrophe von 1933 alles zerschlagen hatte? [Die Zeit, 21.03.1980, Nr. 13]
Am Ende macht sich Berganza auch nicht wieder fort, er bleibt, geht nicht weg. [Die Zeit, 14.12.1984, Nr. 51]
Still und stumm machte er sich fort, aus Protest gegen die Schelle. [Der Tagesspiegel, 11.06.2002]
Von den größeren Vögeln machte zuerst der scheue Wiedehopf schimpfend sich fort. [Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 337]
Zitationshilfe
„fortmachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortmachen>.

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