Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortrücken

Grammatik Verb · rückt fort, rückte fort, hat/ist fortgerückt
Aussprache 
Worttrennung fort-rü-cken
Wortzerlegung fort- rücken
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. von einem Ort wegrücken
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
einen Tisch, eine Lampe fortrücken
ein Haus um mehrere Meter fortrücken (= versetzen)
bildlich
Beispiel:
Unwillkürlich rückten sie Gegenwart von sich fort (= rückten sie von der Gegenwart ab), indem sie einander … die Geschichten ihrer Vergangenheit erzählten [ MusilMann1405]
2.
sich rückend von etw., jmdm. entfernen, beiseite rücken
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
rücke weiter fort!
er musste etwas (vom Fenster) fortrücken

Verwendungsbeispiele für ›fortrücken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie rückt dann so weit als möglich von ihr fort. [Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10059]
Er rückte das Amt fort vom Regieren und hin zur medialen Repräsentanz. [Süddeutsche Zeitung, 07.06.2004]
Sie entzog der Fürstin ihre Hand, rückte von ihr fort. [Keyserling, Eduard von: Beate und Mareile, Berlin: Fischer [1903], S. 159]
Die Gräfin hatte verwundert und verständnislos zugehört, unwillkürlich aber rückte sie weiter von Julia fort. [Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10054]
Er suchte die Wände ab nach einem Ausgang; er rückte sogar das Sofa fort. [Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 277]
Zitationshilfe
„fortrücken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortr%C3%BCcken>.

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