fortschicken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfort-schi-cken (computergeneriert)
Wortzerlegungfort-schicken1
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., jmdn. von einem Ort wegschicken
Beispiele:
Geld, Briefe fortschicken (= absenden)
Der Knabe träumt, man schicke ihn fort / Mit dreißig Talern zum Heideort [HebbelHeideknabe]

Thesaurus

Synonymgruppe
abkommandieren (meist milit.) · ↗abordnen · ↗aussenden · ↗beordern · ↗delegieren · ↗deputieren · ↗entsenden · fortschicken · schicken · ↗wegschicken
Synonymgruppe
(eine) Abfuhr erteilen · (eine) Absage erteilen · (einen) abschlägigen Bescheid erteilen (Amtsdeutsch, veraltend) · ↗(jemanden) abweisen · ↗ablehnen · fortschicken · nicht eingehen auf · ↗verschmähen · ↗wegschicken · ↗wegweisen · ↗zurückstoßen  ●  ↗(jemanden) zurückweisen  Hauptform · abschlägig bescheiden  Amtsdeutsch · abblitzen lassen  ugs. · ↗abbügeln  ugs. · auflaufen lassen  ugs. · die kalte Schulter zeigen  ugs., fig. · einen Korb geben  ugs., fig. · in die Wüste schicken  ugs., fig. · kalt auflaufen lassen  ugs. · von der Bettkante stoßen  ugs. · zur Hölle schicken  ugs.
Assoziationen
  • (jemand) ist die längste Zeit (...) gewesen · (jemand) kann mir gestohlen bleiben · (jemanden) soll doch der Teufel holen · (mit jemandem) nichts zu schaffen haben (wollen)  ●  (...) kann von mir aus dahin gehen, wo der Pfeffer wächst.  ugs., sprichwörtlich · von jemandem nichts mehr wissen wollen  ugs.
  • (die) Beziehung beenden  ●  (jemandem) den Laufpass geben  geh., fig. · ↗(jemanden) abschießen  ugs. · ↗(jemanden) abservieren  ugs., salopp · Schluss machen (mit)  ugs. · in die Wüste schicken  ugs.
  • (sich) desinteressiert zeigen · (sich) nicht interessiert zeigen · (sich) wenig interessiert zeigen · keine Chancen haben (bei)  ●  nicht landen können bei  fig. · nichts wissen wollen (von)  Hauptform · kein Interesse haben  ugs.
  • (für jemanden) erledigt sein · (jeglichen) Kontakt mit jemandem (zu) vermeiden (suchen) · (jemandem) aus dem Weg gehen · (mit jemandem) fertig sein · (mit jemandem) keinen Kontakt mehr suchen  ●  ↗(den) Kontakt (zu jemandem) abbrechen  Hauptform · (für jemanden) gestorben sein  ugs., fig. · bei jemandem abgemeldet sein  ugs., fig. · mit jemandem nichts mehr zu tun haben wollen  ugs.
  • (jemanden) (kaltschnäuzig) abfertigen (mit)  ●  (jemanden) abfrühstücken  ugs. · (jemanden) abspeisen mit  ugs. · ↗(jemanden) abwimmeln  ugs. · ↗(jemanden) hinauskomplimentieren  geh.
  • verletzen  ●  auf den Fuß treten  fig. · auf den Schlips treten  fig. · ↗brüskieren  geh. · ↗düpieren  geh. · vor den Kopf stoßen  ugs., fig.
  • (jemandem etwas) abschlagen · (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · (jemandem) (die) Meinung sagen · (jemandem) Grenzen setzen · (jemandem) seine Grenzen aufzeigen · ↗(jemanden) abweisen · (jemanden) in die Schranken weisen · ↗zurechtweisen · ↗zurückweisen  ●  ↗(jemandem) (etwas) husten  ugs. · (voll) auflaufen lassen  ugs.
  • Es ist alles gesagt. · Unser Gespräch ist beendet.  ●  Es gibt nichts mehr zu sagen.  variabel · Ende der Durchsage.  ugs.
  • (jemanden) ausschließen (aus) · (jemanden) ausstoßen (aus) · abgemeldet sein (bei) · brechen mit · für jemanden gestorben sein  ●  ↗(jemanden) verstoßen  Hauptform · ↗(jemanden) ächten  veraltend
  • (sich) eine Abfuhr holen · (sich) einen Korb holen · einen Korb bekommen · zurückgewiesen werden (beim Flirt etc.)
  • Abfuhr · ↗Korb (Ablehnung)  ●  kalte Dusche  fig. · abschlägiger Bescheid  fachspr., Amtsdeutsch

Typische Verbindungen zu ›fortschicken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

schicken wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortschicken‹.

Verwendungsbeispiele für ›fortschicken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Tochter ist noch nicht volljährig, da schickt er sie fort.
Die Zeit, 30.08.2013, Nr. 05
Das Mädchen, das ihn liebte, schickte er fort; sein Kind ließ er verkümmern.
Süddeutsche Zeitung, 12.03.2002
Ich schickte ihn also fort, sonst wäre er wieder mitgekommen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1922. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1922], S. 41
Und man hatte sie fortgeschickt, vertrieben, auf die Straße gesetzt!
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 1049
Er begriff noch immer nicht, daß sie ihn fortgeschickt habe.
Huch, Friedrich: Pitt und Fox, München: Langewiesche-Brandt 1910 [1909], S. 14
Zitationshilfe
„fortschicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortschicken>, abgerufen am 19.02.2020.

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