Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

fortschleichen

Grammatik Verb · schleicht fort, schlich fort, ist/hat fortgeschlichen
Worttrennung fort-schlei-chen
Wortzerlegung fort- schleichen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. heimlich von einem Ort wegschleichen
  2. 2. ⟨sich fortschleichen⟩ sich heimlich davonmachen
eWDG

Bedeutungen

1.
heimlich von einem Ort wegschleichen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
leise, unbemerkt fortschleichen
er ist auf einmal fortgeschlichen
Eines Nachts … sehe ich zwei dunkle Gestalten eiligst fortschleichen [ TurekWende163]
2.
sich fortschleichensich heimlich davonmachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
sich sacht, verstohlen (aus einem Zimmer, von einem Versteck) fortschleichen
er hat sich wie ein Dieb in der Nacht fortgeschlichen

Verwendungsbeispiele für ›fortschleichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich wählte einen Platz weit hinten, um mich unbemerkt fortschleichen zu können. [Die Zeit, 29.12.1961, Nr. 53]
Ted Brown träumte von einem Wolf, der an ihm zerrte und dann fortschlich. [Die Zeit, 03.02.1958, Nr. 05]
Er schämte sich aber, jetzt, nachdem er Aufsehen erregt hatte, vor allen Blicken wieder hinauszugehen, fortzuschleichen wie ein geprügelter Hund. [Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 91]
Wer seine Chance wahrnehmen will, schleicht spätestens nach der 6. Klasse aus der Hauptschule fort. [Die Zeit, 24.12.1982, Nr. 52]
Sie schlich mit den Kindern fort. [Salten, Felix: Bambi, Frankfurt a. M.: Fischer 1956 [1923], S. 74]
Zitationshilfe
„fortschleichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortschleichen>.

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