fortstoßen

GrammatikVerb · stößt fort, stieß fort, hat fortgestoßen
Worttrennungfort-sto-ßen
Wortzerlegungfort-stoßen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., jmdn. von einem Ort wegstoßen
Beispiele:
einen Stein, eine Kugel (mit der Hand, mit dem Fuß) fortstoßen
jmdn. rücksichtslos, brutal fortstoßen
bildlich
Beispiel:
Fortstoßend treibt mich eine dunkle Macht / Von dannen [SchillerWallenst. TodIV 11]

Verwendungsbeispiele für ›fortstoßen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich stieß ihn nur fort, hob dich auf und ging mit dir aus diesem Hause fort.
Die Zeit, 28.01.1963, Nr. 04
Immer wieder tapst das Kind heran, immer wieder stößt der Mann es mit dem Gewehrkolben fort.
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2000
Er sieht auf, stößt den Helm fort und kriecht wie ein Kind mit dem Kopf unter meinen Arm, dicht an meine Brust.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 57
Doch das Kind stieß den Hampelmann fort, brüllte, schrie unaufhörlich.
Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 14
In jedem Augenblick kann ein neues »Gesetz« den Tritt, auf dem ich stehe, fortstoßen, und dann hänge ich.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1933. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1933], S. 15
Zitationshilfe
„fortstoßen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortsto%C3%9Fen>, abgerufen am 29.03.2020.

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