fortwischen

GrammatikVerb · wischt fort, wischte fort, hat/ist fortgewischt
Aussprache
Worttrennungfort-wi-schen (computergeneriert)
Wortzerlegungfort-wischen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. von einem Ort wegwischen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
Staub (vom Tisch), einen Fleck fortwischen
bildlich etw. auslöschen, verdrängen
Beispiele:
Erinnerungen, Eindrücke (aus dem Gedächtnis) fortwischen
Er wischte das Gespräch mit einer Handbewegung fort [JahnnHolzschiff9]
2.
salopp schnell weggehen, sich davonmachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
Sie wischte fort [LöscherAlles Getrennte380]

Typische Verbindungen zu ›fortwischen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortwischen‹.

Verwendungsbeispiele für ›fortwischen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als sie es jetzt wiedersieht, streicht sie mehrmals darüber, so, als wollte sie den Staub von 57 Jahren fortwischen.
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2001
Ich wische alles mit einem Lappen fort und beginne von neuem.
Die Zeit, 09.04.1953, Nr. 15
Er fuhr sich mit der Hand darüber, als könnte er es fortwischen, das falsche Bild, den falschen Ort.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 191
Was die Jahre ihm angetan haben, scheint plötzlich aus seinem Antlitz fortgewischt zu sein.
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9412
Sie nickte, wischte letzte Tränen fort und ließ mich los.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 216
Zitationshilfe
„fortwischen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fortwischen>, abgerufen am 04.04.2020.

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