foulen

Grammatik Verb · foult, foulte, hat gefoult
Aussprache  [ˈfaʊ̯lən]
Worttrennung fou-len
GrundformFoul
Herkunft aus gleichbedeutend to foulengl
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar Fußball.
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Sport jmd. foult (jmdn.)besonders in körperbetonten Mannschaftssportarten   (einen Gegner in einem Wettkampf) regelwidrig, meist mit unfairen Mitteln behindern, bekämpfen; auf unfaire, regelwidrige Weise agieren
Kollokationen:
mit Akkusativobjekt: jmd. foult seinen Gegenspieler, einen Gegner, den Stürmer
als Aktiv-/Passivsubjekt: der Abwehrspieler, Verteidiger foult jmdn.
Beispiele:
Kurz vor der Halbzeit wurde er derart hart gefoult, dass er verletzt von Platz musste. [Berliner Morgenpost, 06.03.2021]
In der Nachspielzeit packte er [Javi Martínez] […] im Strafraum die Grätsche aus, foulte Marcus Thuram elfmeterreif und sah Gelb‑Rot. [Münchner Merkur, 09.12.2019]
Der 18‑jährige Verteidiger [Moritz Seider][…] war vom Slowaken Ladislav Nagy übel gefoult worden. Seider stieß dabei mit dem Kopf in die Bande, blieb benommen auf dem Eis liegen und musste auf dem Weg in die Kabine gestützt werden. [Die Welt, 17.05.2019]
Immer wieder setzte er sich am Kreis gegen die Verteidiger […] durch. Entweder traf er sofort, oder er ließ sich foulen und versenkte den anschließenden Siebenmeter. [Münchner Merkur, 26.03.2019]
Sebastian [Vettel] dachte und denkt es wohl im Moment immer noch, dass der Lewis [Hamilton] ihn bewusst hat auffahren lassen, also dass er das Opfer einer unfairen Aktion war und ist. […] Dann ist er vor dem Hintergrund dieser falschen Einschätzung dem Lewis erst einmal hinten ins Auto gefahren und dann noch einmal von der Seite, um sich für ich weiß nicht was zu revanchieren. Manche sprechen von einem Revanchefoul, aber das ist Unsinn, denn Lewis hat ja gar nicht gefoult, also kann es auch kein Revanchefoul geben. [Welt am Sonntag, 02.07.2017]
Sie traten körperlich auf, sie sind stolz darauf, ein so unangenehmer Gegner zu sein. Aber sie foulten nicht vorsätzlich oder unfair. [Die Welt, 16.06.2016]
ManCity wurde […] kaum gefährlich, zu beschäftigt waren die Gäste damit, Gegentore zu verhindern. Dabei setzte die Elf von Trainer Manuel Pellegrini auf Härte. Immer wieder foulten die »Citizens« (= Spieler von Manchester City) ihre Gegenspieler, nahmen dabei Verwarnungen und Freistöße inkauf [sic!]. [Der Spiegel, 18.03.2015 (online)]
[Dirk] Nowitzki schied im zweiten Viertel aus, nachdem er bei einem Sprungwurf gefoult worden und auf das rechte Knie gefallen war. [Die Welt, 29.12.2010]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

foul · foulen
foul Adj. (nur prädikativ oder adverbial) ‘regelwidrig, unfair’, Foul n. ‘Regelverstoß’, vornehmlich ‘unfaire, heimtückische Behinderung des Gegners, unerlaubte, den Gegner körperlich schädigende Attacke’. Engl. foul Adj. und Subst. setzt sich als Ausdruck der Sportsprache Anfang des 20. Jhs. im Dt. durch und behält, obwohl nach Etymologie und Bedeutungsstruktur identisch mit dt. faul (s. d.), die engl. Schreibweise bei. Der Wortsinn entwickelt sich aus dem übertragenen Gebrauch ‘abscheulich, schlecht, böse’ von engl. foul ‘stinkend, schlecht, schmutzig’, Dazu mit dt. Endung foulen Vb.

Typische Verbindungen zu ›foulen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›foulen‹.

Zitationshilfe
„foulen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/foulen>.

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