fröhlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfröh-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›fröhlich‹ als Erstglied: ↗Fröhlichkeit  ·  mit ›fröhlich‹ als Letztglied: ↗feuchtfröhlich · ↗frisch-fröhlich · ↗frischfröhlich · ↗überfröhlich
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
von froher, heiterer Art
Beispiele:
ein fröhlicher Mensch, ein fröhliches Gesicht, Gemüt
eine fröhliche Stimme, Atmosphäre
fröhliche Weihnachten! (= Glückwunsch)
wir wünschen euch fröhliche Feiertage
ein fröhliches Lied erschallt
fröhlichen Herzens, fröhlichster Laune sein
ein fröhliches Wiedersehen feiern
eine fröhliche Miene zeigen
ein Andenken aus fröhlichen Zeiten
bei fröhlichem Gespräch
unbekümmert, von Herzen fröhlich sein
fröhlich aussehen, schaffen, ans Werk gehen
jmdn. fröhlich anblicken, begrüßen
2.
lustig, ausgelassen
Beispiele:
eine fröhliche Gesellschaft, Kaffeetafel, Lausbubengeschichte
ein fröhliches Fest, Spiel, Treiben, fröhlicher Lärm
ein fröhliches Leben führen
altertümelnd etw. feiert fröhliche Urständ (= lebt wieder auf)
beim fröhlichen Mahl sitzen
in fröhlicher Runde, Stimmung
in ein fröhliches Gelächter ausbrechen
zum fröhlichen Jagen ausziehen
fröhlich (dahin)springen, tanzen, in die Hände klatschen
Sie ... hört das fröhliche Pfeifen ihrer Auguste [R. BartschGeliebt180]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

froh · fröhlich · Fröhlichkeit · frohlocken
froh Adj. ‘mit Freude erfüllt, in gehobener Stimmung, heiter’, ahd. frō, Genitiv frawes (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. vrō, asächs. frā, frō, anord. frār (aus *frawaʀ) ‘schnell’, mengl. frow, frough ‘lebhaft, frisch’ (germ. *frawa-). Außergerm. lassen sich aind. právatē ‘springt auf’, pravá ‘flatternd, schwebend’, russ. prýgat’ (прыгать) ‘springen, hüpfen’, prýtkij (прыткий) ‘schnell’ vergleichen, so daß ein Anschluß an die Wurzel ie. *preu- ‘springen, hüpfen’ möglich ist. Über die Vorstellung ‘frisch, beschwingt’ läßt sich unschwer eine Verbindung zu der sekundären Bedeutung ‘fröhlich gestimmt’ herstellen. fröhlich Adj. ‘heiter, gut aufgelegt’, ahd. frawalīh, frōlīh (9. Jh.), mhd. vrœlich; dazu Fröhlichkeit f. mhd. vrœlīcheit. frohlocken Vb. ‘lebhafte Äußerungen der Freude bekunden’, spätmhd. vrōlocken, eine Zusammensetzung mit (nach ↗locken umgebildetem) mhd. lecken ‘mit den Füßen ausschlagen, hüpfen’, nhd.löcken (s. d.), also eigentlich ‘vor Freude hüpfen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) pudelwohl (fühlen) · ↗aufgeräumt · ↗ausgelassen · beglückt · ↗beschwingt · bester Laune · erheitert · ↗fidel · freudig erregt · ↗froh gelaunt · ↗frohgemut · fröhlich · ↗gutgelaunt · ↗heiter · immer munter · ↗launig · ↗lustig · ↗munter · ↗unverdrossen · ↗vergnügt · voller Freude · wild vergnügt · wildvergnügt · ↗wohlgelaunt · wohlgestimmt  ●  frisch, fromm, fröhlich, frei  veraltend, selten · ↗gut gelaunt  Hauptform · ↗bumsfidel  derb · ↗freudetrunken  geh., altertümelnd · frohen Mutes  geh. · gut aufgelegt  ugs. · gut drauf  ugs. · guter Dinge  geh. · ↗mopsfidel  ugs. · ↗quietschfidel  ugs. · von Freudigkeit erfüllt  geh.
Assoziationen
Antonyme
  • fröhlich
Synonymgruppe
angeregt · ↗ausgelassen · fröhlich · ↗heiter · in Stimmung · ↗munter
Assoziationen
Synonymgruppe
fröhlich · ↗humoristisch · ↗humorvoll · ↗launig · ↗lustig · ↗schelmisch · ↗scherzhaft · ↗spaßig · ↗witzig  ●  ↗humorig  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anarchie Auferstehung Fest Gelächter Gesicht Lachen Landmann Lied Miene Stimmung Treiben Unbekümmertheit Urstand Urständ Weihnacht Weihnachten Weinberg Wissenschaft Zecher ausgelassen bunt entspannt friedlich frisch lachen lachend laut unbeschwert winken zuwinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fröhlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei wirkt sie wie eine fröhliche junge Frau von nebenan.
Bild, 16.06.2005
Sehr fröhlich bin ich leider aber maximal zehn Tage im Jahr, und besonders traurig war ich damals vielleicht ebenso oft.
Der Tagesspiegel, 23.02.2003
Das fröhliche Leben am Rhein machte sich auch hier geltend.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5064
Mehrere Gäste, unter denen sich der Graf befand, begleiteten sie und es begann alsbald ein fröhliches Leben dort.
Meysenbug, Malwida von: Unerfüllt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1907], S. 3425
Erschrocken sah sie mich an, dann aber war sie verständig genug, mit mir zu lachen, und wenig später saßen wir fröhlich plaudernd nebeneinander.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 26091
Zitationshilfe
„fröhlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fröhlich>, abgerufen am 20.09.2019.

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