frömmelnd

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungfröm-melnd
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend übertrieben fromm, scheinheilig
Beispiele:
eine frömmelnde Betschwester
frömmelnde Heuchelei
mit frömmelnden Augen, Gebärden
[die Jungen] kümmerten sich nicht um dieses frömmelnde Geschwätz [O. M. GrafUnruhe153]

Thesaurus

Synonymgruppe
bigott · ↗blindgläubig · ↗engstirnig · frömmelnd · ↗frömmlerisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›frömmelnd‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frömmelnd‹.

Verwendungsbeispiele für ›frömmelnd‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Achtzehn Kinder sind namentlich bekannt, nur drei überlebten ihn, darunter ein frömmelnder Sohn.
Die Zeit, 03.08.2005, Nr. 31
Er hatte soeben Sätze gehört, wie er selber sie oft verwendet hatte, aber niemals derart unkritisch und frömmelnd.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 799
Nur Tonis geschiedener, vormals frömmelnder Vater glaubt mit ihrer Geschichte Geld machen zu können.
Süddeutsche Zeitung, 16.08.1997
Diese ganze frömmelnde Handlung aber schien nicht ihren Beifall gefunden zu haben, denn niemals hat sich dieser Auftritt in unserem Hause wiederholt.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 20262
Ihr Gesang ist ein Gemisch aus schlichtem Geplapper, traurigem Ernst und frömmelnder Innigkeit.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 402
Zitationshilfe
„frömmelnd“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fr%C3%B6mmelnd>, abgerufen am 04.04.2020.

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