frappieren

Grammatik Verb · frappiert, frappierte, hat frappiert
Aussprache 
Worttrennung frap-pie-ren
Wortbildung  formal verwandt mit: frappant
Herkunft aus frapperfrz ‘schlagen, treffen, einen unerwarteten Eindruck machen’
eWDG

Bedeutung

etw. frappiert jmdn.etw. verblüfft, überrascht jmdn.
Beispiele:
ihre Worte, Leistungen frappierten mich
der Schluss des Romans frappierte mich
das frappiert mich am meisten an deiner Erzählung
es frappiert mich, dass du davon noch nichts gehört hast
Alle waren so frappiert, mehr noch durch das Benehmen des Angeklagten als durch seine Worte [ NossackSpirale207]
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
zwischen ihnen besteht eine frappierende Ähnlichkeit
es ist frappierend, wie das erreicht werden konnte
die frappierende Schnelligkeit, mit der die Firma … emporgeblüht war [ Th. MannBuddenbrooks1,419]
jmd. frappiert jmdn.
Beispiel:
daß es seine Gewohnheit war, zu frappieren und dann so zu tun, als sei nichts [ Erh. KästnerZeltbuch23]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frappieren · frappant
frappieren Vb. ‘verblüffen, überraschen, befremden’, im 18. Jh. aus frz. frapper ‘schlagen, treffen, einen unerwarteten Eindruck machen’ (afrz. fraper ‘schlagen, treffen’, reflexiv ‘sich stürzen, hervorschießen’) entlehnt. Die Etymologie ist unklar. Meist wird in dem frz. Verb eine Entlehnung aus dem Germ. gesehen und von einem afrk. *hrapōn ‘rupfen, raufen, raffen’ ausgegangen, das den bei raffen (s. d.) angeführten Formen entspricht. Doch erwägt man von romanistischer Seite auch (mit Hinweis auf engadin. fraper im Sinne von ‘schwatzen’) die Möglichkeit einer onomatopoetischen Bildung; vgl. FEW 3, 762 f. frappant Adj. ‘auffallend, überraschend’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. frappant, Part. Präs. von frz. frapper (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
erstaunen · frappieren · für Überraschung sorgen (journal.) · in Erstaunen setzen · verblüffen · verdutzen · verwundern · überraschen  ●  (jemanden) wundern  ugs.

Typische Verbindungen zu ›frappieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frappieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›frappieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Frappierend, sie erinnert ihn an jemanden, Joe weiß nicht, an wen. [C't, 2000, Nr. 14]
Es hat mich so frappiert, daß ich immer wieder hingefahren bin. [Süddeutsche Zeitung, 10.12.1998]
Aber schon die Art, wie sie bei mir Hut und Mantel mit fiebernden Fingern abwarf, frappierte mich. [Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1482]
Immer frappiert es mich, wie alles vom Persönlichen beherrscht ist. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1920. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1920], S. 100]
Und da nun wieder frappiert es, mit welchem Tempo doch dieses Museum oder besser diese Sammlung zusammengewuchert ist. [Die Zeit, 30.05.1997, Nr. 23]
Zitationshilfe
„frappieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/frappieren>.

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