freikaufen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfrei-kau-fen
Wortzerlegungfreikaufen
Rechtschreibregeln§ 34 (2.2)
Wortbildung mit ›freikaufen‹ als Grundform: ↗Freikauf
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., sich freikaufenjmds., seine eigene Freiheit (mit Geld) erkaufen
Beispiele:
historischdieser Leibeigene konnte sich freikaufen
Höchstens also wäre es möglich gewesen, die Gefangenen freizukaufen [Bergengr.Pelageja51]
historischwo wir auf dem ... Sklavenmarkt eine Reihe schöner Mädchen freigekauft hatten [HagelstangeSpielball246]
übertragen sich (von etw.) freikaufendurch eine Handlung erreichen, dass einem eine Verpflichtung erlassen, eine Schuld verziehen wird
Beispiele:
er konnte sich dadurch von seiner Verpflichtung der Frau gegenüber nicht freikaufen
ich gelobe blindlings, daß ich nur für ihn da sein will und seine Familie ... und ganz tief in mir sitzt dabei die Hoffnung, daß ich mich dadurch freikaufe [RemarqueIm Westen224]

Thesaurus

Synonymgruppe
freikaufen · herauskaufen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgabe Ausbildungsverpflichtung Beschäftigungspflicht Bundesrepublik DDR-Gefängnis DDR-Haft Einmalzahlung Entführte Gefangene Gefängnis Geisel Haft Häftling Industriestaat Kaution Lösegeld Militärdienst Pflicht Pharmaindustrie Pirat Reduktionsverpflichtung Sklave Sklaverei Strafverfolgung Sünde Verpflichtung Wehrdienst Zahlung Zuhälter kaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›freikaufen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um die lästige Steuer aus dem Weg zu räumen, will sie sich freikaufen.
Der Tagesspiegel, 01.03.2004
Tom musste sich regelrecht freikaufen - es ging um mehrere Millionen Dollar.
Bild, 22.03.2001
Jahr für Jahr habe man 15 bis 20 Tausend Deutsche freigekauft.
Nr. 135: Gespräch Kohl mit Mitterrand vom 4. Januar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 22345
Schließlich gibt sie sich, um Sebastian freizukaufen, jedem einzeln hin.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 192
In sie ist ein bösartiger Ritter verliebt und hat die Absicht, sie freizukaufen, um sie zu heiraten.
Glaser, Curt: Japanisches Theater. In: ders., Japanisches Theater, Berlin-Lankwitz: Würfel-Verl. 1930, S. 9
Zitationshilfe
„freikaufen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/freikaufen>, abgerufen am 12.12.2019.

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