Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

freimachen

Alternative Schreibung frei machen
Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung frei-ma-chen ● frei ma-chen
Wortzerlegung frei machen
Rechtschreibregel § 34 (2.1)
Wortbildung  mit ›freimachen‹ als Erstglied: Freimachung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. dafür sorgen, dass etw. frei wird
    1. ⟨sich freimachen, frei machen⟩ sich entkleiden
    2. ⟨sich freimachen, frei machen⟩ sich von etwas befreien
  2. 2. [umgangssprachlich, bildlich] eine Position, Funktion (unfreiwillig) aufgeben
  3. 3. [übertragen] Urlaub machen, freinehmen
  4. 4. [Post, übertragen] ⟨eine Postsendung freimachen⟩ die Gebühr für die Beförderung einer Postsendung (durch Aufkleben von Postwertzeichen) im Voraus bezahlen
eWDG

Bedeutungen

1.
dafür sorgen, dass etw. frei wird
Beispiel:
den Weg freimachen, frei machen
sich freimachen, frei machensich entkleiden
Beispiel:
machen sie sich bitte frei!
sich freimachen, frei machensich von etwas befreien
Beispiel:
sich von allen Vorurteilen freimachen, frei machen
2.
umgangssprachlich, bildlich eine Position, Funktion (unfreiwillig) aufgeben
Schreibung: freimachen
Beispiel:
seinen Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrats freimachen
3.
übertragen Urlaub machen, freinehmen
Schreibung: freimachen
Beispiel:
nächste Woche mache ich einen Tag frei
4.
Post, übertragen eine Postsendung freimachendie Gebühr für die Beförderung einer Postsendung (durch Aufkleben von Postwertzeichen) im Voraus bezahlen
Beispiel:
einen Brief, eine Postkarte, ein Päckchen freimachen

Thesaurus

Synonymgruppe
frankieren · freimachen (Brief)
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) frei machen · (von irgendwo) loskommen · (von irgendwo) wegkommen  ●  (sich) loseisen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›freimachen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›freimachen‹.

Verwendungsbeispiele für ›freimachen‹, ›frei machen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit einem asthmatischen Husten machte er seinen belegten Hals frei. [C’t, 1992, Nr. 4]
Wer aber kann sich immer davon freimachen, dass dies nicht vergangen ist? [Die Zeit, 11.04.2011, Nr. 15]
Möglicherweise hat die Regierung den Weg zu einer solchen Übernahme längst selbst freigemacht. [Die Zeit, 21.01.2008, Nr. 03]
Als Angestellter kommt es einem nicht in den Sinn, ein paar Jahre freizumachen. [Die Zeit, 23.03.2007, Nr. 13]
Ein Wesen, das unter der Idee der Freiheit handelt, wird frei, macht sich frei. [Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe – W. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1904], S. 23877]
Zitationshilfe
„freimachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/freimachen>.

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