frenetisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung fre-ne-tisch
Herkunft Griechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben rasend, leidenschaftlich
Beispiele:
ein frenetischer Jubel
eine frenetische Begeisterung
in frenetischen Applaus ausbrechen
jmdn. mit frenetischen Freudenausbrüchen begrüßen
die Schauspieler rissen das Publikum zu frenetischem Beifall hin
die Zuschauer haben die Rennfahrer frenetisch angefeuert
wie dieser junge Mensch im finsteren Stollen seiner Arbeit frenetisch ringt [St. ZweigBalzac70]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frenetisch Adj. ‘rasend, irrsinnig’, im 16. Jh. zunächst in die Sprache der Medizin für ‘geisteskrank’ entlehnt aus lat. phrenēticus (-īticus), griech. phrenītikós (φρενιτικός) ‘wahnsinnig, gehirnkrank’, zu phrenī́tis (φρενῖτις) ‘Geisteskrankheit, Wahnsinn’, vgl. griech. phrḗn (φρήν) ‘Zwerchfell’, das als Organ der Gefühlsregungen, Affekte (im Dt. vergleichbar mit Herz) und des Verstandes gilt. In die Allgemeinsprache gelangt das Adjektiv im 19. Jh. (unabhängig vom mediznischen Gebrauch) in der festen Wendung frenetischer Beifall ‘rasender, tobender Beifall’, die in frz. applaudissements frénétiques (Plur.) ihr Vorbild hat. Später wird frenetisch auch im Zusammenhang mit anderen intensiven, übertriebenen Gefühlsäußerungen verwendet.

Thesaurus

Synonymgruppe
frenetisch · ↗rasend · ↗stürmisch · tobend · tosend · ↗überschwänglich  ●  überschäumend  fig.

Typische Verbindungen zu ›frenetisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frenetisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›frenetisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun feiern sie frenetisch einen Erfolg, den sie noch gar nicht erzielt haben.
Der Tagesspiegel, 19.03.2000
Zum Ende hin geht es nicht etwa rauher und frenetischer zu, wie noch auf der großen Demo im Mai.
Die Welt, 18.07.2000
Daraufhin schlug in Rom die bisherige Gelassenheit in frenetische Wut um.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 9062
Als Luise nicht mehr kann, tanzt er allein weiter und steigert sich in frenetische Raserei.
Fath, Rolf: Werke - J. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9241
Dabei erntet er geradezu frenetische Beifallsstürme der 20000 mit den Ausrufen »Hängt sie auf!
o. A.: 1937. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 7658
Zitationshilfe
„frenetisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/frenetisch>, abgerufen am 07.08.2020.

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