frottieren

GrammatikVerb · frottiert, frottierte, hat frottiert
Aussprache
Worttrennungfrot-tie-ren
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›frottieren‹ als Erstglied: ↗Frottiergewebe · ↗Frottierhandtuch  ·  mit ›frottieren‹ als Letztglied: ↗abfrottieren
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw., sich (mit etw.) abreiben
Beispiele:
jmdn. kalt, warm frottieren
den Körper mit einem Tuch, einer Bürste frottieren
sie frottierte ihr schmerzendes Bein
nach dem kalten Bad machte er sich durch starkes Frottieren wieder warm
sich kräftig, trocken frottieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frottieren · Frottee
frottieren Vb. ‘(mit einem Handtuch) abreiben, trockenreiben’, entlehnt (18. Jh.) aus gleichbed. frz. frotter, afrz. froter, dessen Herkunft unsicher ist. Vor allem aus semantischen Gründen liegt es nahe, afrz. froter zusammen mit daneben bezeugtem afrz. freter ‘reiben’, aprov. fretar ‘reiben, schlagen’ wie ital. frettare ‘den Schiffsrumpf abreiben, schrubben’ an vlat. *frictāre (im Mlat. des 7. Jhs. belegt), ein Intensivum oder Iterativum zu lat. fricāre (frictum) ‘reiben, abreiben’, anzuschließen. Doch bleibt ungeklärt, welche sprachlichen Einflüsse dann für die lautliche Entwicklung der galloroman. Formen, namentlich für den Wechsel zwischen -e- und -o-, geltend zu machen sind. Frottee n. m. ‘saugfähiger Stoff aus Kräuselgarnen’ (20. Jh.), mit frz. Endung zum Verb gebildet (dagegen frz. frottée ‘Tracht Prügel’), besonders in Komposita wie Frottee(hand)tuch, Frotteestoff, Frotteekleid.

Thesaurus

Synonymgruppe
abfrottieren · ↗abreiben · ↗abtrocknen · frottieren · ↗reiben · ↗trockenreiben · ↗trocknen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›frottieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frottieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›frottieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wiederhole das einige Male und frottiere die Füße hinterher kräftig trocken.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 67
Haare werden gewaschen, frottiert, gefönt, gewickelt, gekämmt, gebürstet, getönt, gewellt und müssen Wind und Wetter aushalten.
Die Welt, 20.10.2001
Liebevoll tröstete er in seiner Muttersprache und frottierte mit einem Tuch den kleinen, fröstelnden Körper.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 342
Und Helen, damals noch mit dem schönen Johannes liiert, frottierte die massigen Körper der Herren.
Süddeutsche Zeitung, 11.09.1995
Er frottierte sich mit einem rauhen olivgrünen Handtuch amerikanischer Herkunft, ein nackter Mann auf einem leeren Kasernenhof.
Koeppen, Wolfgang: Das Treibhaus. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1953], S. 226
Zitationshilfe
„frottieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/frottieren>, abgerufen am 04.04.2020.

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