frotzeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfrot-zeln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›frotzeln‹ als Letztglied: ↗anfrotzeln
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) süddeutsch, (besonders) österreichisch, umgangssprachlich jmdn. necken, hänseln
Beispiele:
er wurde dauernd gefrotzelt
sie frotzelten sich wegen ihrer Jugendstreiche
Aber ich möcht ... meine Alten ein bißl frotzeln! [O. M. GrafUnruhe149]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frotzeln · Frotzelei
frotzeln Vb. ‘hänseln, aufziehen’; zunächst bair.-öst. Mundartwort, doch im 19. Jh. in die Allgemeinsprache eingegangen. Wohl zu ↗Fratze im Sinne von ‘Posse, albernes Gerede’ (s. d.). Frotzelei f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
auslachen · frotzeln · ↗lästern · ↗scherzen · ↗spötteln · ↗ulken · ↗verspotten · ↗witzeln  ●  ↗höhnen  negativ · ↗spotten  Hauptform · ↗verhöhnen  negativ · ↗(sich) mokieren  geh.
Unterbegriffe
  • (einen) Scherz machen (über) · (jemandem) ins Gesicht lachen · (sich) auf jemandes Kosten amüsieren · (sich) ein Lachen kaum verkneifen können (angesichts) · (sich) lustig machen (über) · (sich) mokieren (über) · Scherze treiben mit · Witze machen (über) · ↗auslachen · ins Lächerliche ziehen · lächerlich machen · seinen Spaß haben (mit/bei) · ↗spotten (über) · ↗verlachen · ↗witzeln · zum Gespött machen  ●  Späße treiben (mit)  veraltend · ↗verspotten  Hauptform · (jemandem) eine lange Nase drehen  ugs., fig. · (jemandem) eine lange Nase machen  ugs., fig. · (sich) belustigen (über)  geh. · Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.  geh., Sprichwort · durch den Kakao ziehen  ugs., fig. · frotzeln (über)  ugs. · ↗verhohnepiepeln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(einen) Scherz machen (über) · (jemandem) ins Gesicht lachen · (sich) auf jemandes Kosten amüsieren · (sich) ein Lachen kaum verkneifen können (angesichts) · (sich) lustig machen (über) · (sich) mokieren (über) · Scherze treiben mit · Witze machen (über) · ↗auslachen · ins Lächerliche ziehen · lächerlich machen · seinen Spaß haben (mit/bei) · ↗spotten (über) · ↗verlachen · ↗witzeln · zum Gespött machen  ●  Späße treiben (mit)  veraltend · ↗verspotten  Hauptform · (jemandem) eine lange Nase drehen  ugs., fig. · (jemandem) eine lange Nase machen  ugs., fig. · (sich) belustigen (über)  geh. · Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.  geh., Sprichwort · durch den Kakao ziehen  ugs., fig. · frotzeln (über)  ugs. · ↗verhohnepiepeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Genosse Kanzler Kollege an anfrotzeln gern zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frotzeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sonst nöle die Presse doch immer, wenn Politiker an ihrem Amt festkleben, frotzelt er.
Die Zeit, 19.07.2010, Nr. 29
Wenn ich ihn nicht kenne, lässt es sich schlecht frotzeln.
Der Tagesspiegel, 24.08.2001
Daß sie ihn Alten genannt haben, ärgere ihn, frotzelt er.
Süddeutsche Zeitung, 13.08.1998
Er hatte dann eine aufreizende Art, einen gutmütig, aber unerbittlich zu frotzeln.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 616
Ich konnte relativ gut damit umgehen, aber meine Kinder haben sehr darunter gelitten, weil sie in der Schule gefrotzelt wurden.
Die Welt, 17.10.2003
Zitationshilfe
„frotzeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/frotzeln>, abgerufen am 13.10.2019.

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