fundieren

GrammatikVerb · fundierte, hat fundiert
Aussprache
Worttrennungfun-die-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›fundieren‹ als Erstglied: ↗Fundierung  ·  formal verwandt mit: ↗wohlfundiert
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben etw. untermauern, begründen
Beispiele:
er hat seine Gedanken theoretisch fundiert
er versteht es, die durch das Experiment gewonnenen Erkenntnisse mit einfachen mathematischen Mitteln zu fundieren
all diese Tatsachen waren noch keine Beweise, sondern erst Momente, die jenes Gefühl bestärkten, fundierten [DürrenmattPanne206]
oft im Part. Prät.
Beispiele:
die Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen ist jetzt gesetzlich fundiert
seine Argumente sind nicht hinreichend fundiert
ein durch reiches Quellenmaterial gut fundiertes Werk
ein wissenschaftlich ausgezeichnet fundierter Vortrag
sicher, zuverlässig
Beispiele:
fundiertes Können, Wissen
die Vermittlung fundierter Kenntnisse auf wissenschaftlich-technischem Gebiet
fundierte Zahlenangaben beweisen diese Behauptung
in der Zeitschrift wird über aktuelle Probleme in fundierten Aufsätzen berichtet
ein gut fundiertes (= kapitalkräftiges) Geschäft, Unternehmen
2.
veraltet etw. gründen, stiften
Beispiel:
Die Nachkommen des alten Vaters Priamus ... fundieren eine Kirche oder ein Kloster [RaabeII 1,137]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fundieren Vb. ‘(be)gründen, mit Geldmitteln ausstatten’, mhd. fundieren, auch funden ‘gründen, stiften’ ist Entlehnung aus lat. fundāre ‘mit einem Boden versehen, gründen, befestigen’, zu lat. fundus ‘Grund, Boden (eines Gefäßes), Grundstück’, s. ↗Fundus.

Thesaurus

Synonymgruppe
begründen · ↗erhärten · fundieren · ↗stärken · ↗untermauern
Synonymgruppe
begründen · ↗belegen · ↗fundamentieren · fundieren · ↗substantiieren  ●  ↗festmachen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analyse Annahme Argument Argumentation Ausbildung Erkenntnis Ethik Kritik Praxis Theorie Urteil anthropologisch empirisch fachlich motivieren sachlich theoretisch wissenschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fundieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit Statistiken ist trefflich Politik zu machen, gerade mit ihnen lassen sich fundiert künstlerische Strategien legitimieren.
Die Welt, 13.06.2001
Zwar sind die Texte wissenschaftlich fundiert, aber viel zu lang.
C't, 1999, Nr. 21
Die schulpraktischen Reformen versuchte er ab 1916 bildungs-theoretisch zu fundieren.
Schaub, Horst u. Zenke, Karl G.: Arbeitsschulbewegung. In: dtv-Wörterbuch Pädagogik [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1995], S. 151
Die Rede über Gott muß daher sachhaltig fundiert sein, muß verifizierbar bleiben.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1687
Auf alle Fälle werde etliche Zeit verstreichen, bis das Material herbeigeschafft sei, um den Antrag juristisch genügend zu fundieren.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 249
Zitationshilfe
„fundieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fundieren>, abgerufen am 22.10.2019.

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