funkeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfun-keln
Wortbildung mit ›funkeln‹ als Erstglied: ↗Funkelauge · ↗funkelnagelneu  ·  mit ›funkeln‹ als Letztglied: ↗anfunkeln · ↗auffunkeln · ↗entgegenfunkeln
eWDG, 1967

Bedeutung

Lichtstrahlen von wechselnder Helligkeit aussenden
Beispiele:
am Firmament, Himmel funkeln die Sterne
in der Ferne funkelten die Lichter der Großstadt
das Gold, Silber funkelt in der Sonne, im Kerzenschein
die funkelnden Diamanten, Edelsteine, Orden, Münzen
im Bad ist alles so blank geputzt, dass es blitzt und funkelt
der Wein funkelt im Glase
seine Brillengläser funkeln
leuchten, blitzen
Beispiele:
seine Augen funkelten drohend, vor Freude, Zorn
die Alte sah ihn mit ihren funkelnden Augen an
bildlich
Beispiele:
sein funkelnder Witz
Sprachkristalle, ein Funkeln von Worten, ein Glanz, der bis in das Innerste hinein die Schönheit der Sprache durchsichtig werden läßt [BecherMacht der Poesie92]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Funke · Funken · funken · Funkentelegrafie · Funkspruch · Rundfunk · Funk · Funker · funkeln · funkelnagelneu
Funke m. auch (mit Übernahme von -n aus den obliquen Kasus) Funken m. ‘kleine, kurze Feuererscheinung, glühendes Körperchen’, ahd. funko (um 1000), mhd. mnd. vunke, mnl. vonke, nl. vonk, mengl. fonke (westgerm. *funkōn-) gehen zurück auf -n- enthaltende Formen des unter ↗Feuer (s. d.) behandelten heteroklitischen ie. r/n-Stammes *peu̯ōr, *pū̌r (Genitiv *punés). funken Vb. ‘Funken geben’, mhd. vunken. Die Bedeutung ‘durch elektromagnetische Wellen übermitteln, drahtlos telegrafieren’ entsteht im Anschluß an Funkentelegrafie f. so benannt (um 1890), da die ersten Übertragungsversuche mit Hilfe von Funkenentladung an Hochspannungserzeugern gemacht wurden. Funkspruch m. ‘durch Funk übermittelte Nachricht’. Rundfunk m. ‘Radio’ (Bredow 1921), danach unterscheidend Hör-, Bild-, Fernseh-, Mobilfunk, verkürzt Funk m. (20er Jahre des 20. Jh.). Funker m. ‘Übermittler von Nachrichten durch Funk’ (um 1914). funkeln Vb. ‘wiederholt funkenähnlich aufleuchten, glitzern, glänzend schimmern’ (15. Jh.), Iterativbildung zu funken (s. oben). funkelnagelneu Adj. ‘völlig neu’ (18. Jh.), verstärkende Zusammenziehung von nagelneu (s. ↗Nagel) und funkelneu (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufblinken · ↗aufblitzen · ↗blinken · ↗blitzen · funkeln · ↗glitzern · kurz aufleuchten
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auge Brillant Brillenglas Diamant Edelstein Firmament Fuhrmann Juwel Kronleuchter Morgensonne Rubin Scheinwerferlicht Sonnenlicht Stern Sternenhimmel Vitrine Wette Wunderkerze anfunkeln angriffslustig auffunkeln blinken blitzen entgegen gleißen glitzern glänzen hervorfunkeln schimmern Äuglein

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›funkeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber was funkelt denn da so verführerisch in dezentem Grün?
Die Zeit, 02.03.2000, Nr. 10
Ihr Text funkelt vor Witz und mehr als einmal möchte man beim Lesen losprusten vor Lachen.
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Ihre Augen funkelten unter halbgeschlossenen Lidern, und er gewann sich wieder.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 368
Aber heimlich funkelte doch auch ein bißchen Stolz im Herzen meiner guten Mutter.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26412
Als ihm die Steine vorgelegt wurden, funkelten seine kleinen, stechenden Augen.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 124
Zitationshilfe
„funkeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/funkeln>, abgerufen am 07.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Funkelauge
Funke
Funkdienst
Funkdichtung
Fünkchen
funkelnagelneu
funken
Funken reißend
Funken sprühend
Funkenbildung