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furzen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung fur-zen
Wortbildung  mit ›furzen‹ als Letztglied: ↗anfurzen
eWDG

Bedeutung

vulgär eine Blähung mit Geräusch abgehen lassen
übertragen
Beispiel:
sie furzen dir auf die Erkenntnis (= beachten nicht die Erkenntnis) [ TollerMaschinenstürmerIII 2]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Furz · farzen · furzen
Furz m. ‘entweichende Blähung’, ahd. furz (11. Jh.), daneben auch firz (Hs. 12. Jh.), mhd. vurz sind Abstrakta zu einem als stark anzusetzenden Verb germ. *fertan, ahd. ferzan (9. Jh.), mhd. verzen, das mit aengl. feorting ‘Furz’, engl. to fart, anord. (mit r-Umsprung) freta ‘furzen’ und mit den außergerm. Bezeugungen aind. párdatē ‘furzt’, griech. pérdesthai (πέρδεσθαι), russ. perdét’ (пердеть) ‘furzen’ auf ie. *perd- ‘laut furzen’ zurückgeht. Eine Lautvariante zu germ. *fertan liegt vor in farzen Vb. mhd. varzen, überwiegend gebräuchlich bis ins 18. Jh. Danach verdrängt durch das ältere, vom Substantiv Furz abgeleitete furzen Vb. ‘flatulieren, eine Blähung entweichen lassen’, md. forzen, ahd. furzen (Hs. 13. Jh.), mhd. vurzen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(einen) Wind fahren lassen · Blähungen haben · Luft im Bauch haben · ↗blähen · flatulieren  ●  ↗(einen) scheißen  derb · einen fahren lassen  ugs. · einen ziehen lassen  ugs. · furzen  ugs. · ↗pupsen  ugs.
Assoziationen
  • Blähung · ↗Flatulenz · ↗Flatus · ↗Winde (nur Plur.)  ●  Leibwind  veraltet · Vapeur  franz., lat. · ↗Darmwind  ugs. · ↗Furz  derb · ↗Pups  ugs. · ↗Pupser  ugs. · ↗Schas  derb, österr. · Schoas  derb, bayr.
  • (sich) in die Hose machen  ●  (jemandem) passiert etwas Menschliches  verhüllend, veraltet · (sich) die Hose vollmachen  Hauptform, verhüllend · alles unter sich gehen lassen  verhüllend, fig. · (da) kam Land mit  ugs., fig. · ↗(sich) einkoten  fachspr., Jargon · (sich) einscheißen  derb · (sich) in die Hose kacken  derb · (sich) in die Hose scheißen  derb · ↗(sich) vollscheißen  derb · ↗einkoten  fachspr., Jargon · einstuhlen  fachspr., Jargon

Typische Verbindungen zu ›furzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›furzen‹.

Verwendungsbeispiele für ›furzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ein Mann an sie ran will, fängt sie an, laut zu furzen.
Die Welt, 28.06.2003
Das heißt, Ihre Frau nörgelt nicht und Sie furzen nicht in der Öffentlichkeit?
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2002
Und wenn sie aufprallen, knallt es nicht, sondern furzt nur dumpf.
Die Zeit, 14.05.1993, Nr. 20
Sie wollten noch mal schnell in den Fahrstuhl furzen - und dann bleibt er stecken!
Bild, 16.11.1998
Dort hüpfte der Joachim-Teufel morgens im Kreis herum und furzte bei jedem Hüpfer.
Fichte, Hubert: Das Waisenhaus, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1988 [1965], S. 12
Zitationshilfe
„furzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/furzen>, abgerufen am 21.01.2021.

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