Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

futterneidisch

Grammatik Adjektiv
Worttrennung fut-ter-nei-disch
eWDG

Bedeutung

neidisch auf die Nahrung, die ein anderer bekommt
a)
vom Tier
Beispiel:
die Hühner sind futterneidisch aufeinander
b)
salopp
vom Menschen
Beispiel:
der kleine Karl war gefräßig und futterneidisch [ I. SeidelLabyrinth87]
missgünstig, neidisch
Beispiel:
bei diesem Geschäft waren die Konzerne futterneidisch

Verwendungsbeispiele für ›futterneidisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind eifersüchtig, Futterneidisch und aufmerksam, wenn man ihnen etwas zeigt, was man von einem Pferd nicht sagen kann. [Süddeutsche Zeitung, 04.08.1994]
Eine futterneidische Kollegin warf mir vor, für diese Abrechnung mit der ausgezeichnet funktionierenden Schweiz hätte ich Fördergelder bekommen. [Die Zeit, 16.07.2012, Nr. 29]
Plötzlich gibt es einen »Literaturhaussprecher«, mehrere Modelle konkurrieren futterneidisch um die locker sitzenden Subventionen. [Die Zeit, 03.03.1989, Nr. 10]
Erdmännchen sind extrem futterneidisch und missgönnen ihren Kumpels sogar den Giftzahn der Schlange. [Die Zeit, 07.10.2006, Nr. 41]
Am futterneidischsten sind die Ärzte! [Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 240]
Zitationshilfe
„futterneidisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/futterneidisch>.

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