garnieren

GrammatikVerb · garnierte, hat garniert
Aussprache
Worttrennunggar-nie-ren (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›garnieren‹ als Erstglied: ↗Garniermasse · ↗Garnierspritze · ↗Garnierung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. mit etw. verzieren, schmücken
Beispiele:
die Torte, das Gebäck mit Buttercreme garnieren
das kalte Büfett war mit Beilagen reich garniert
den Tisch mit Blumen garnieren
der Hut war mit Band, einer Schleife garniert
die Kleider sind meist einfach und wenig garniert
eine mit bunten Balkonen garnierte Fassade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

garnieren · Garnison · Garnitur
garnieren Vb. ‘schmücken, verzieren, ausrüsten’. Im 15. Jh. wird mnd. garnēren ‘einfassen, (mit Holz u. ä.) verkleiden’, um 1700 nhd. garnieren ‘verzieren, ausschmücken’ (doch Ende 16. Jh. schon gleichbed. vergarnieren) aus mfrz. frz. garnir ‘ausstatten, ausrüsten, versehen, schmücken’ (afrz. auch ‘warnen, sichern, schützen’) entlehnt. Das frz. Verb führt mit ital. guarnire, span. (älter) guarnir, span. port. guarnecer ‘ausrüsten, mit einer militärischen Besatzung versehen, verzieren, schmücken’ (ital. auch ‘schützen, bewachen’) auf ein germ. jan-Verb (vgl. aengl. war(e)nian ‘warnen, achtgeben’) zurück, das zu der bei ↗warnen (s. d.) dargestellten Wortgruppe gehört. Auf Ableitungen von afrz. frz. garnir in seinen unterschiedlichen Bedeutungen beruhen die Entlehnungen Garnison f. ‘Gesamtheit der im Standort vorhandenen Truppe’ (Ende 15. Jh.), dann ‘Standort militärischer Verbände und ihrer Einrichtungen’ (um 1600), aus afrz. frz. garnison ‘Besatzung, zum Schutz stationierte Truppe, durch militärische Besatzung geschützte Stadt’ (afrz. auch ‘Ausrüstung, Befestigung, Ausstattung, Vorrat’), und Garnitur f. ‘Verzierung, Schmuck, Besatz an einem Kleidungsstück’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Satz zusammengehöriger Einzelteile’ (um 1700), aus frz. garniture ‘Zubehör, Verzierung, Besatz, Ausrüstung, Sortiment’.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausschmücken · ↗dekorieren · ↗drapieren · garnieren · ↗herausputzen · ↗herausstaffieren · optisch aufwerten · ↗schmücken · ↗schönmachen · ↗verschönern · ↗verzieren · ↗zieren  ●  ↗aufbrezeln  ugs. · ↗aufputzen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anekdote Dill Erdbeere Floskel Gurke Halbwahrheit Illustration Kirsche Minze Olive Orangenscheibe Petersilie Pfeffer Prise Sahne Salat Scherz Schlagsahne Schleife Spruch Story Tomate Zitat Zitronenscheibe Zutat auffüllen bestreuen braten servieren würzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›garnieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute ist es üblich geworden, solche Informationen mit graphisch aufbereiteter Statistik zu garnieren.
Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15
Wer noch eins draufsetzen will, garniert visuelle Reize mit Klängen aus verschiedenen Quellen.
C't, 1993, Nr. 1
Man legt die Eier mit der Öffnung nach unten auf die Lachsbrote und garniert die Eier beliebig.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 115
Er garniert die freihändig geformten Teile wie Blumen, Zweige oder Bänder an und gibt der Plastik ihr endgültiges Aussehen.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 4098
In langen Reihen lagen die Hüte aufgeschichtet da, nach der neuesten Mode reich mit bunten, vielfarbigen Blumen garniert.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15088
Zitationshilfe
„garnieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/garnieren>, abgerufen am 15.10.2019.

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