gebürtig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-bür-tig
eWDG, 1967

Bedeutung

herstammend, geboren
Beispiele:
sie ist aus Berlin, aus Österreich gebürtig
er ist ein gebürtiger Schwabe, Berliner
Wer kein gebürtiger Illberger war, galt dort nichts [KusenbergNicht zu glauben90]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geburt · gebürtig · Geburtshelfer · Geburtstag · Ausgeburt · Nachgeburt
Geburt f. ‘Vorgang und Ergebnis des Gebärens, Entbindung, Abstammung’, ahd. giburt (8. Jh.), mhd. geburt, asächs. giburd, mnd. gebort, mnl. gheboorte, nl. geboorte, afries. berthe, berd, aengl. gebyrd, got. gabaúrþs (germ. *-burdi-) ist ablautendes ti-Abstraktum zu dem unter ↗gebären (s. d.) genannten Verb und gehört (wie formal entsprechendes aind. bhṛtíḥ ‘Unterhalt, Erhaltung’) zur Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen, bringen’ (auch ‘Leibesfrucht tragen’). gebürtig Adj. ‘geboren, von Geburt’, ahd. giburtīg ‘zur Geburt, zum Gebären nötig’ (11. Jh.), mhd. geburtec. Geburtshelfer m. (18. Jh.). Geburtstag m. ‘Tag des Geborenwerdens, Jahrestag der Geburt’, ahd. giburtitago (9. Jh.), giburtitag (um 1000), Übersetzung von lat. diēs nātālis, mhd. geburttac. Ausgeburt f. ‘das Gebären’, als Ergebnis des Gebärvorgangs (s. ↗ausgebären), ‘Geschöpf, Kind, Junges’, vornehmlich ‘geistiges Erzeugnis’ (17. Jh.), in entsprechendem Kontext häufig ‘übles Produkt, Dämon’, besonders Ausgeburt der Hölle (Goethe). Nachgeburt f. ‘Ausstoßung des Mutterkuchens nach der Geburt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(dort) residieren(d) · ↗(dort) sesshaft · (dort) sitzen(d) · ↗ansässig · beheimatet · ↗einheimisch · gebürtig · ↗heimisch · ↗ortsansässig · ↗thronen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augsburger Berliner Berlinerin Brasilianer Bremer Chinesin Dresdner Düsseldorfer Essener Hamburger Hamburgerin Hesse Kanadier Kölner Münchnerin Pole Rheinländer Rostocker Rumäne Rumänin Schlesier Schwabe Syrer Thüringer Tscheche Tschechin Ukrainer Ungar Westfale Österreicher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gebürtig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die 196 kg konnte der gebürtige Österreicher aber nicht heben.
Die Zeit, 15.04.2012 (online)
Am Ende fiel der gebürtige Österreicher noch auf Rang sechs zurück.
Bild, 07.02.2000
So spricht nicht nur ein gebürtiger Hannoveraner, so denken viele.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 148
Als gebürtige von Bodelschwingh hat sie manches mit in die Ehe gebracht.
Goldt, Max: Wie man zu siebt eine Straße bergauf geht. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 1
Beide waren gebürtige Holländer, zurückhaltend im Ausdruck, aber mit feinstem koloristischem Sinn begabt.
Lehmann, A.: Malerei und Plastik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 5764
Zitationshilfe
„gebürtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gebürtig>, abgerufen am 16.02.2019.

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