gehässig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-häs-sig
Wortbildung mit ›gehässig‹ als Erstglied: ↗Gehässigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

missgünstig und bösartig
Beispiele:
ein gehässiger Mensch
ein gehässiger Blick
eine gehässige Äußerung, Bemerkung fallenlassen
gehässige Propaganda
ein gehässiger Kommentar
sei nicht so gehässig!
jmdn. gehässig anstarren, beschimpfen
salopp jmdn. gehässig angiften
und tat ihm alles zum Tort, was ihrem gehässigen Hirn nur einfiel [FalladaJeder stirbt370]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehässig · Gehässigkeit
gehässig Adj. ‘haßerfüllt, boshaft’, mhd. gehaʒʒec, geheʒʒec ‘hassend, feind’, Weiterbildung des gleichbed. Adjektivs mhd. gehaʒ (zu ↗Haß, s. d.). Gehässigkeit f. ‘Bosheit, Niederträchtigkeit’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
gehässig  ●  ↗spitz  ugs.
Synonymgruppe
dreckig (Lachen, Lache) · gehässig · ↗hämisch · ↗höhnisch · ↗spöttisch
Synonymgruppe
(persönlich) beleidigend · diffamierend · ehrabschneidend · ↗ehrenrührig · ehrverletzend · gehässig · herabsetzend · herabwürdigend · ↗injuriös · verletzend · ↗verleumderisch · verunglimpfend · verächtlichmachend
Assoziationen
Synonymgruppe
aggressiv · ↗boshaft · ↗bösartig · ↗böse · ↗gallig · gehässig · ↗gemein · ↗zynisch · ↗ätzend  ●  ↗giftig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
arglistig · ↗boshaft · ↗bösartig · ↗böse · ↗fies · ↗garstig · gehässig · ↗gemein · ↗hinterfotzig · ↗hundsgemein · ↗niederträchtig · ↗perfid · ↗perfide · ↗ruchlos · ↗schuftig · ↗schurkisch · ↗schäbig · ↗schädlich · ↗tückisch · ↗verabscheuenswert · ↗verabscheuungswürdig · ↗verwerflich  ●  hundig  österr. · ↗verrucht  veraltend · ↗infam  geh. · ↗mies  ugs. · ↗schofel  ugs. · ↗übel  ugs. · über Leichen gehend  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angriff Anspielung Artikel Attacke Ausfall Bemerkung Feind Kommentar Kritiker Lachen Polemik Porträt Propaganda Schlagzeile Spruch Ton Unterstellung Unterton Verleumdung alternd böse böswillig geradezu intolerant mitunter neidisch teils verletzend Äußerung äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gehässig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Satz höre ich noch oft, in vielen Variationen, aber fröhlich, nie gehässig.
Die Zeit, 30.05.2011, Nr. 22
Eine Gruppe Frauen ist viel gehässiger als eine Gruppe Männer.
Die Welt, 30.07.2005
Da kannst du mal sehen, wie mißtrauisch und gehässig er ist.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 17.03.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Fühlen Sie sich denn bei diesen gehässigen Angriffen nicht auch persönlich getroffen?
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 327
Man hatte ihm alle größeren Rollen weggenommen und die Kritik war gegen ihn gehässig geworden.
Huch, Friedrich: Pitt und Fox, München: Langewiesche-Brandt 1910 [1909], S. 332
Zitationshilfe
„gehässig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gehässig>, abgerufen am 12.11.2019.

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