gehen

GrammatikVerb · ging, ist gegangen
Aussprache
Worttrennungge-hen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›gehen‹ als Erstglied: ↗Gehbahn · ↗Gehbehinderung · ↗Gehbewegung · ↗Geher · ↗Gehfalte · ↗Gehfehler · ↗Gehpelz · ↗Gehrock · ↗Gehsteig · ↗Gehstock · ↗Gehverband · ↗Gehversuch · ↗Gehweg · ↗Gehweite · ↗Gehwerkzeug · ↗gehbehindert · ↗gehenlassen · ↗gehfähig
 ·  mit ›gehen‹ als Letztglied: ↗abgehen · ↗abwärtsgehen · ↗angehen · ↗aufgehen · ↗aufwärtsgehen · ↗auseinandergehen · ↗ausgehen · ↗auswärtsgehen · ↗beigehen · ↗dahingehen · ↗danebengehen · ↗darangehen · ↗davongehen · ↗dazwischengehen · ↗draufgehen · ↗drauflosgehen · ↗durcheinandergehen · ↗durchgehen · ↗eingehen · ↗einhergehen · ↗einiggehen · ↗einwärtsgehen · ↗emporgehen · ↗entgegengehen · ↗entlanggehen · ↗entzweigehen · ↗fehlgehen · ↗fortgehen · ↗fremdgehen · ↗geradegehen · ↗gutgehen · ↗heimgehen · ↗herabgehen · ↗herangehen · ↗heraufgehen · ↗herausgehen · ↗hereingehen · ↗hergehen · ↗herumgehen · ↗heruntergehen · ↗hervorgehen · ↗herübergehen · ↗hinabgehen · ↗hinaufgehen · ↗hinausgehen · ↗hindurchgehen · ↗hineingehen · ↗hingehen · ↗hinterdreingehen · ↗hintergehen · ↗hinterhergehen · ↗hinuntergehen · ↗hinweggehen · ↗hinübergehen · ↗hochgehen · ↗irregehen · ↗kaputtgehen · ↗losgehen · ↗mitgehen · ↗nachgehen · ↗nahegehen · ↗niedergehen · ↗rangehen · ↗rausgehen · ↗runtergehen · ↗rübergehen · ↗rückwärtsgehen · ↗schiefgehen · ↗sichergehen · ↗umgehen · ↗umhergehen · ↗untergehen · ↗verlorengehen · ↗verschüttgehen · ↗vorangehen · ↗voraufgehen · ↗vorausgehen · ↗vorbeigehen · ↗vorgehen · ↗vorwärtsgehen · ↗vorübergehen · ↗weggehen · ↗weitergehen · ↗zugehen · ↗zurückgehen · ↗zusammengehen · ↗übergehen
 ·  mit ›gehen‹ als Grundform: ↗Gang1 · ↗Gehen · ↗begehen · ↗ergehen · ↗gehend · ↗vergehen · ↗zergehen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sich zu Fuß fortbewegen
Beispiele:
wenn ich nicht mitfahren kann, gehe ich
das Kind lernt gehen
langsam, schnell, aufrecht, barfuß, eingehakt, rückwärts, vorwärts, geradeaus, straßauf, straßab gehen
es geht sich angenehm im Park
ein paar Schritte, drei Kilometer, zwei Stunden, die Straße hinunter, ein Stück, einen Gang, den gleichen Weg, (ruhig) seines Wegs gehen
wo ich gehe und stehe, denke ich daran (= ich denke immer daran)
er alarmierte die Polizei, wie er ging und stand (= sofort, ohne Aufenthalt oder Vorbereitungen)
sprichwörtlich wer langsam geht, kommt auch zurecht
mit Präposition
in Verbindung mit »an«
Beispiel:
an jmds. Arm, Seite, am Stock gehen
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
auf den Zehen, Fußspitzen, Händen, auf Krücken, auf allen Vieren gehen
auf der rechten Seite gehen
in Verbindung mit »durch«
Beispiele:
durch den Wald, den Abend gehen
Wenn wir sonntags durch die Felder gehn [R. Dehmel2,171]
in Verbindung mit »in«
Beispiele:
Arm in Arm gehen
in einer Reihe, im Zickzack, Gänsemarsch, Schritt, Trab gehen
in Verbindung mit »über«
Beispiel:
über die Straße gehen
in Verbindung mit »um«
Beispiel:
Und ein Mensch geht um die Ecke / den man Mackie Messer nennt [BrechtMackie Messer]
bildlich
Beispiele:
er geht seine eigenen Wege
den Weg des geringsten Widerstandes, den Weg alles Fleisches, den goldenen Mittelweg gehen
jmdm. aus dem Wege gehen
hier bist du zu weit gegangen (= hast zu viel gewagt, dir zu viel erlaubt)
umgangssprachlich er geht auf Freiersfüßen, auf Brautschau (= er sucht eine Frau)
umgangssprachlich mit jmdm. durch dick und dünn gehen (= in jeder Lebenslage zu jmdm. halten)
umgangssprachlich für jmdn. durchs Feuer gehen (= alles für jmdn. tun)
umgangssprachlich er geht mit ihr (= sie sind ein Liebespaar)
salopp er geht über Leichen (= er nimmt keinerlei Rücksicht auf andere)
jmdm. nicht vom Leibe gehen (= jmdn. nicht in Ruhe lassen)
salopp jmdm. nicht von der Pelle gehen (= jmdn. nicht in Ruhe lassen)
2.
sich irgendwohin begeben
Beispiele:
baden, schlafen, hausieren, tanzen, einkaufen gehen
umgangssprachlich stempeln gehen
ich gehe, meine Tante abzuholen
mit Präposition
in Verbindung mit »an«
Beispiel:
an die Luft, an Land, Bord gehen
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
auf sein Zimmer, aufs Feld, Rathaus, Standesamt gehen
auf Arbeit, Schicht, Posten, auf die Jagd gehen
die Arbeiter gingen auf die Straße (= die Arbeiter demonstrierten)
in Verbindung mit »aus«
Beispiele:
nicht aus dem Haus gehen
salopp nicht aus dem Bau gehen
in Verbindung mit »durch«
Beispiel:
der Läufer, Radfahrer ging als erster durchs Ziel
in Verbindung mit »in«, »ins«
Beispiele:
ins Kino, Büro, Bett, Freie gehen
umgangssprachlich in die Pilze gehen
verhüllend ins Wasser gehen (= sich ertränken)
in Verbindung mit »unter«
Beispiel:
unter Leute, Menschen gehen
in Verbindung mit »zu«
Beispiele:
zu guten Freunden, zu Bett, zur Ruhe, zur Kirche, Beichte, Bahn, zum Arzt gehen
derb geh zum Teufel
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich unter die Räuber gehen
umgangssprachlich vor die richtige Schmiede gehen (= sich an die richtige Stelle wenden)
in den sichern Tod gehen
sprichwörtlich der Krug geht so lange zu(m) Wasser, bis er bricht
etw. geht irgendwohinetw. gelangt irgendwohin, wird irgendwohin gegeben
Beispiele:
der Antrag ist durch viele Hände gegangen (= von vielen bearbeitet worden)
eine Meldung geht durch den Äther
das Buch geht in Druck, Satz
ein Produkt geht in Serie
Lieder gehen von Mund zu Mund
umgangssprachlich etw. geht hier hinein und da hinaus (= wird wohl gehört, aber nicht behalten, nicht befolgt)
3.
eine Einrichtung (regelmäßig) besuchen
Beispiele:
geht das Kind schon in die, zur Schule?
in den Kindergarten, die Lehre gehen
bildlich
Beispiel:
er ist durch seine Schule gegangen (= hat von ihm gelernt)
4.
mit Präposition
in Verbindung mit »an«
Beispiel:
an die Arbeit, Ausführung, ans Werk, Erzählen gehen
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
auf (Entdeckungs)reisen, Tournee, Fahrt, auf die Suche, Wanderschaft, gehen
salopp auf Walze gehen
in Verbindung mit »in«
Beispiele:
in Urlaub, Pension, Stellung, in die Industrie, in den Staatsdienst gehen
Sport dreißig Fahrer gingen ins Rennen
er geht ins sechzigste Lebensjahr
in Verbindung mit »zum«
Beispiel:
zum Theater gehen (= Schauspieler werden)
5.
sich (zu Fuß) entfernen
Beispiele:
die einen kommen, die anderen gehen
es ist ein ewiges Kommen und Gehen
gerade bist du gekommen, nun willst du schon wieder gehen?
ich ging, er blieb
sich zum Gehen anschicken, wenden
von dannen gehen
Johanna geht, und nimmer kehrt sie wieder [SchillerJungfr. v. OrleansProlog 4]
bildlich
Beispiele:
der Geschäftsführer geht (= verlässt seine Stellung) am 31. Dezember
der Offizier musste gehen (= seinen Abschied nehmen)
umgangssprachlich, scherzhaft der Beamte wurde gegangen (= entlassen)
gehoben, verhüllend er ist von uns, aus der Welt gegangen (= gestorben)
im Imp.
süddeutsch, österreichisch, umgangssprachlich abgeblasst; drückt Zweifel, Unwillen aus
Beispiele:
(ach) geh!
Aber gehts mir mit eurem Geschichtsunterricht [KasackStadt379]
übertragen
Beispiele:
der Herbst ging, der Winter kam
die Tage gingen
die Jahre kommen und gehen
6.
abgeblasst
a)
Beispiele:
schwanger gehen
bankrott, in Konkurs, zugrunde gehen
papierdeutsch einer Sache verlustig gehen (= etw. verlieren)
salopp hops gehen (= verlorengehen) (= sterben)
mit Präposition
in Verbindung mit »an«
Beispiel:
jmdm. an die Hand gehen (= jmdm. helfen)
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
einer Sache auf den Grund gehen
salopp jmdm. auf den Leim gehen (= auf jmdn. hereinfallen)
salopp aufs Ganze gehen (= alles riskieren)
salopp auf Nummer Sicher gehen (= nichts riskieren)
die Vorräte gehen auf die, zur Neige (= die Vorräte sind bald verbraucht)
umgangssprachlich jmdm. auf die Nerven gehen (= jmdn. nervös machen)
in Verbindung mit »aus«
Beispiele:
umgangssprachlich aus den Fugen, Nähten gehen (= zerbrechen, zerreißen)
salopp aus dem Leim gehen (= zerbrechen, zerreißen)
in Verbindung mit »durch«
Beispiele:
etw. geht jmdm. durch den Kopf, Sinn (= etw. beschäftigt jmdn. in Gedanken)
umgangssprachlich der Tadel ging ihm durch und durch (= berührte ihn tief)
in Verbindung mit »in«
Beispiele:
umgangssprachlich in die Luft gehen (= wütend werden)
jmdm. ins Netz, ins Garn, in die Falle gehen (= auf etw. hereinfallen)
in sich gehen (= etw. bereuen)
in Führung gehen
umgangssprachlich für etw., jmdn. (scharf) ins Zeug gehen (= sich für etw., jmdn. einsetzen)
salopp sie war in die Breite gegangen (= dick geworden)
er ist hart mit ihm ins Gericht gegangen
der Bericht geht zu sehr ins Detail
sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen
die Preise gehen in die Höhe (= steigen)
der Angriff geht ins Leere
Wochen waren ins Land gegangen (= vergangen)
etw. geht in Trümmer, Scherben
umgangssprachlich etw. geht in die Binsen
salopp etw. geht in die Wicken, in den Eimer
umgangssprachlich das geht in Ordnung
die Briefe gingen in die Hunderte (= es waren mehr als hundert)
umgangssprachlich der Umzug ist ins Geld gegangen (= hat viel gekostet)
in Verbindung mit »mit«
Beispiele:
umgangssprachlich er ließ etw. mit sich gehen (= er stahl etw.)
etw. geht mit etw. Hand in Hand (= eines bedingt das andere)
mit jmdm., etw. konform gehen
in Verbindung mit »über«
Beispiele:
über Bord gehen
das Drama ist über die Bretter, Bühne gegangen
etw. geht über jmds. Begriffe, Horizont, Vermögen, Kraft (= übersteigt sie)
salopp das geht (mir) über die Hutschnur (= ist unglaublich, unerhört)
der Wein geht ihm über alles (= ist ihm mehr wert als alles andere)
in Verbindung mit »um«
Beispiele:
salopp jmdm. um den Bart gehen (= jmdm. schmeicheln)
salopp wie die Katze um den heißen Brei gehen (= vor etw. ausweichen)
in Verbindung mit »unter«
Beispiel:
salopp der Roman geht unter die Haut (= ergreift seine Leser)
in Verbindung mit »von«
Beispiel:
die Arbeit geht (mir) nicht von der Hand (= ich komme mit der Arbeit nicht voran)
in Verbindung mit »vor«
Beispiele:
salopp er ist vor die Hunde gegangen (= ganz heruntergekommen)
sprichwörtlich Gewalt geht vor Recht
in Verbindung mit »zu«
Beispiele:
umgangssprachlich mit etw. zu Markte gehen (= etw. öffentlich ausposaunen)
umgangssprachlich jmdm. zu Leibe gehen (= jmdn. angreifen)
umgangssprachlich einem Problem zu Leibe gehen (= ein Problem zu lösen versuchen)
salopp zu Bruch gehen (= entzweigehen)
mit jmdm. zu Rate gehen (= sich mit jmdm. beraten)
etw. geht zu Lasten von jmdm.
zu Ende gehen
b)
Sonderbedeutungen
Beispiele:
umgangssprachlich er geht als Bäcker (= arbeitet als, wird Bäcker)
umgangssprachlich sie geht als Spanierin (= kostümiert sich als Spanierin)
umgangssprachlich der Besuch ist über das Essen, die Vorräte gegangen (= hat viel verbraucht)
der Hund geht auf den Mann (= ist darauf dressiert, Menschen anzugreifen)
der Fuchs geht auf Kaninchen
die Mauer geht (= zieht sich) um die ganze Stadt
es, die Uhr geht auf Mitternacht (= es wird bald Mitternacht)
es geht schon gegen Mittag (= wird bald Mittag)
sein Wunsch, seine Meinung geht dahin, dass ... (= er wünscht, meint, dass ...)
die Musik geht (= rührt) ans Gemüt, geht zu Herzen
umgangssprachlich der Rhythmus geht in die Beine
umgangssprachlich wie geht (= lautet) der Vers, das Lied?
umgangssprachlich das Gedicht geht so: ...
ein Lächeln geht (= breitet sich) über jmds. Gesicht
ihre Blicke gingen über die Auslagen
das geht nicht nach dir (= richtet sich nicht nach deinem Wunsch)
7.
gerichtet sein nach
Beispiele:
die Fenster gehen nach der Straße, dem Garten, nach Süden
die Front des Hauses geht nach der Hauptstraße
8.
laufen, in regelmäßiger Bewegung sein, arbeiten
Beispiele:
Maschinen gehen
die Uhr geht gut, richtig, tadellos, genau, falsch
das Radio, der Springbrunnen geht
umgangssprachlich der Apparat, die Bremse geht (= funktioniert) nicht
In einem kühlen Grunde / Da geht ein Mühlenrad [Eichendorff1,299]
bildlich
Beispiele:
das Herz geht schwach
der Atem geht gepresst, stoßweise
das Geschäft geht gut, schlecht
umgangssprachlich die Ware geht leidlich (= wird leidlich abgesetzt)
umgangssprachlich dieser Artikel geht schwer
der Teig, Kuchen geht (= bläht sich)
das Herz fing mit kleinen, hastigen Schlägen wieder zu gehen an [LanggässerSiegel41]
sich bewegen, rühren
Beispiele:
kein Lüftchen ging
Regen, Sturm geht
wo Quellen rauschten und Bächlein gingen [EichendorffTaugenichts3,65]
in Bewegung gesetzt werden
Beispiele:
wir hörten die Tür gehen
In diesem Augenblick ging draußen die Klingel [FontanePoggenpuhlsI 4,46]
9.
etw. gehtetw. verläuft
Beispiele:
alles geht nach Wunsch
umgangssprachlich alles geht wie am Schnürchen, wie das Brezelbacken
alles geht seinen alten, normalen Gang
umgangssprachlich es geht glatt
umgangssprachlich, salopp es geht wie geschmiert
das ist noch einmal gut gegangen
es wird schon alles gut gehen
umgangssprachlich es geht alles drunter und drüber
umgangssprachlich etw. ist (jmdm.) verquer (= schief) gegangen
umgangssprachlich er lässt alles gehen, wie es Gott gefällt
wie soll das vonstatten gehen?
die Verhandlungen gehen schleppend
was geht hier vor sich? (= geschieht hier?)
umgangssprachlich es geht hart auf hart
Und als es am Zoll sehr lange ging (= sehr lange dauerte) [FrischStiller359]
10.
umgangssprachlich fahren, abfahren
Beispiele:
wann geht der nächste Zug?
jetzt geht keine Bahn mehr
das Schiff geht nach Afrika
das Rennauto ging in die Kurve
wohin geht (= führt) die Reise?
die Ware geht (= wird geliefert) in viele Länder
11.
umgangssprachlich passen
Beispiele:
ich gehe nicht durch die Tür
in dieses Fass gehen zwölf Eimer
salopp das geht auf keine Kuhhaut (= ist zu viel)
12.
bis an, zu etw. gehenbis an, zu etw. reichen
Beispiele:
ich gehe ihm bis an die Schultern
das Wasser geht ihm bis an die Brust
der Rock geht bis ans Knie
der Saal geht (= erstreckt sich) durch zwei Stockwerke
Sie hatte eine lange Schürze umgebunden, die vom Hals bis zu den Füßen ging [FlakeSchritt27]
13.
etw. gehtetw. ist möglich
Beispiele:
es geht leider nicht anders
auf diese Weise geht es nicht
das geht doch nicht!
das wird schwer, schlecht gehen
das geht bestimmt
so lange es geht, helfe ich dir
umgangssprachlich der Mantel muss diesen Winter noch gehen (= noch einmal getragen werden)
umgangssprachlich diese Witwe selbst möchte noch gehn [FontanePoggenpuhlsI 4,59]
14.
jmdm. geht es gut, schlechtjmd. befindet sich gut, schlecht, ist in guter, schlechter Verfassung
Beispiele:
mir geht es glänzend, großartig, erträglich
salopp mir geht es dreckig
wie geht es dir?
mir geht es ähnlich (= ich bin in ähnlicher Lage)
jetzt geht's dir schlecht (= kannst du etwas gewärtigen)
mit jmdm. geht es bergab, bergauf (= jmds. Lage verschlechtert, verbessert sich)
mit ihm geht es zu Ende (= er stirbt)
15.
etw. geht gegen, auf jmdn., etw.etw. richtet sich gegen jmdn., etw.
Beispiele:
das geht gegen meine Ehre, mein Gewissen
umgangssprachlich das geht gegen dich!
salopp das geht mir gegen den Strich (= passt mir nicht, ist mir zuwider)
umgangssprachlich diese Bosheit, Bemerkung geht auf dich
16.
es geht um etw.es handelt sich um etw., etw. steht auf dem Spiel
Beispiele:
es geht um Tod und, oder Leben
es geht um mehr, um alles, ums Ganze
umgangssprachlich es geht um den Hals, um Kopf und Kragen
salopp es geht um die Wurst
es geht um Cents
jeder weiß, worum es geht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehen · abgehen · Abgang · angehen · aufgehen · Aufgang · ausgehen · Ausgang · begehen · eingehen · Eingang · entgehen · ergehen · hintergehen · übergehen · Übergang · untergehen · Untergang · vergehen · Vergehen · Vergangenheit · vorgehen · Vorgang · Vorgänger
gehen Vb. ‘sich zu Fuß fortbewegen’. Im Paradigma von nhd. gehen sind die Formen von zwei verschiedenen, nicht miteinander verwandten Verben vereinigt. Das gemeingerm. starke Verb ahd. gangan (8. Jh.), mhd. gangen, asächs. aengl. gangan, mnl. ganghen, anord. ganga, got. gaggan gehört zu den reduplizierenden Verben und ist vielleicht als Rückbildung aus einem jan-Verb germ. *gangjan (vgl. ahd. zigengen ‘zergehen machen, vernichten’, um 1000, mhd. gengen ‘gehen machen, losgehen’, aengl. gengan ‘gehen, reisen, reiten’) anzusehen. Es ist verwandt mit ↗Gang (s. d.) und außergerm. mit aind. jáṅghā ‘Unterschenkel’, jáṁhaḥ ‘Flügel, Schwinge’, lit. žeñgti ‘schreiten, gehen’ und vielleicht griech. kochṓnē (κοχώνη) ‘Stelle zwischen den Schenkeln, Hinterbacke’. Erschließbar ist ie. *g̑hengh- ‘schreiten, Schritt, Schenkelspreize, Schamgegend’. Auf dieses durch ahd. gangan vertretene Verb gehen das Prät. (ging) und das Part. Prät. (gegangen) von nhd. gehen zurück. Daneben steht gleichbed. ahd. gān (8. Jh.) und (zunächst nur bair. und frk.) gēn (8. Jh.), mhd. gān, gēn, asächs. -gān, mnd. aengl. gān, engl. to go, mnl. gaen, nl. gaan, anord. aschwed. , krimgot. geen, das ahd. nur durch den Infinitiv und athematisch gebildete Präsensformen (gām, gās(t), gāt usw. neben gēm, gēs(t), gēt usw.) belegt ist (vgl. aber aengl. Part. Prät. gegān), die Infinitiv und Präsens des nhd. Verbs gehen ergeben haben. Dieses Verb verbindet sich mit griech. (homerisch) kichā́nein (κιχάνειν) ‘erreichen, erlangen, antreffen’, aind. jíhītē ‘springt auf, begibt sich zu’ und führt auf eine Wurzel ie. *g̑hē-, *g̑hēi- ‘leer sein, fehlen, verlassen, fortgehen’, dann auch ‘gehen’, wobei eine Identität mit ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ erwogen wird (s. ↗gähnen), da sich ‘fortgehen’ aus ‘klaffend abstehen’ entwickelt haben kann. abgehen Vb. ‘sich entfernen, fehlen, sterben, abschreiten’, ahd. abagangan, -gān ‘aufhören, vergehen’ (um 1000), mhd. abegān ‘abnehmen, etw. versagen, fehlen’; Abgang m. ‘Weggang, Tod, Weg nach unten’, mhd. abeganc ‘das Hinabgehen, ein hinabführender Weg, Mangel, Abfall’. angehen Vb. ‘beginnen, betreffen, um etw. bitten’, ahd. anagangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. anegān ‘anfangen, hineingehen, folgen, angreifen’. aufgehen Vb. ‘sich öffnen, emporsteigen, sichtbar werden’, ahd. ūfgangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. ūfgān, -gēn ‘aufgehen, sich erheben, entstehen, gedeihen’; Aufgang m. ‘Erscheinen, Weg nach oben, Treppe’, ahd. ūfgang (8. Jh.), mhd. ūfganc. ausgehen Vb. ‘fortgehen, sich aufbrauchen, enden, abzielen auf etw.’, ahd. ūʒgangan, -gān, -gēn ‘hinausgehen, aufhören’ (8. Jh.), mhd. ūʒgān, -gēn ‘heraus-, hervorgehen, über die Ufer treten, zu Ende gehen, sich verlieren’; Ausgang m. ‘das Hinausgehen, Schluß, Ende, Weg nach außen’, ahd. ūʒgang (um 800), mhd. ūʒganc ‘das Herausgehen, Ausgang, Ende’. begehen Vb. ‘besichtigen, entlanggehen, feiern’, ahd. bigangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. begān, -gēn ‘erreichen, antreffen, sorgen um etw., feiern, zu Grabe geleiten’. eingehen Vb. ‘hineingehen, eintreffen, sich mit etw. oder jmdm. beschäftigen, kleiner werden, schrumpfen, aufhören zu existieren’, ahd. ingangan, -gān, -gēn ‘hineingehen, ein-, betreten, eindringen, überfallen’ (8. Jh.), mhd. īngān, asächs. mnd. ingān, got. inngaggan. Eingang m. ‘Öffnung, Tür, Ankunft, Weg nach innen’, ahd. ingang (8. Jh.), mhd. īn-, inganc. entgehen Vb. ‘entkommen, nicht bemerkt werden’, ahd. intgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. engān, -gēn ‘entkommen, fortgehen, verlorengehen, sich entziehen’. ergehen Vb. ‘angeordnet werden’, reflexiv ‘spazierengehen’, auch unpersönlich mir ergeht es gut, schlecht, ahd. irgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. ergān, -gēn ‘zu gehen beginnen, kommen, geschehen, sich ereignen, einholen, zu Ende gehen’. hintergehen Vb. ‘betrügen, täuschen’, spätmhd. hindergān ‘von hinten herangehen, überfallen, betrügen’. übergehen Vb. ‘nicht beachten, übersehen, überlaufen, überfließen’, ahd. ubargangan, ubar(i)gān ‘überströmen, hinübergehen’ (8. Jh.), mhd. übergān, -gēn ‘übergehen, -fließen, vorübergehen, über etw. gehen, überfallen, übertreten’; Übergang m. ‘überführender Weg, das Überschreiten, Wechsel’, ahd. ubargang ‘das Herausgehen, Abweichung, Verderben, Seuche, Pest’ (8. Jh.), frühnhd. übergang ‘das Hinübergehen, Durchgang, Stelle, wo man hinübergeht’ (15. Jh.). untergehen Vb. ‘zugrunde gehen, versinken’, ahd. untargangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. untergān, -gēn ‘dazwischentreten, überkommen, befallen, versperren’; Untergang m. ‘das Zugrundegehen, Scheitern, Sinken’, ahd. untargang (9. Jh.), mhd. underganc ‘Verderben, Sinken (der Sonne), Unterwerfung, Schiedsgericht’. vergehen Vb. ‘aufhören zu existieren, vorbeigehen, verstreichen’, reflexiv ‘gegen eine Norm verstoßen, ein Verbrechen an jmdm. ausführen’, ahd. firgangan, -gān, -gēn ‘vorwärtsgehen, verstreichen’ (9. Jh.), mhd. vergān, -gēn, auch ‘übergehen, meiden, auseinandergehen, sich verirren’; Vergehen n. ‘zu bestrafende Handlung, Verbrechen’ (18. Jh.), vgl. mhd. vergān ‘das Vorübergehen, Hinweggehen’; Vergangenheit f. ‘zurückliegende, verflossene Zeit’ (18. Jh.), in diesem Sinne grammatischer Terminus für Zeitformen des Verbs, die ein Geschehen oder Sein als vergangen darstellen (19. Jh.), vgl. di vergangen zeit (um 1400), die verlauffene Zeit (Anfang 17. Jh.). vorgehen Vb. ‘vorwärtsgehen, nach vorn gehen, den Vorrang haben, sich ereignen’, ahd. foragangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. vor-, vürgān ‘vorangehen, übertreffen’; Vorgang m. ‘Ereignis, Ablauf eines Geschehens, in den Akten festgehaltener Fall’, mhd. vor-, vürganc ‘das Vorausgehende, Einleitung, Vortritt, Fortschritt, Erfolg’; Vorgänger m. ‘in Amt oder Stellung Vorangegangener’, spätmhd. vorganger, -genger.

Thesaurus

Synonymgruppe
funktionieren  ●  ↗(es) tun  ugs. · funktionuckeln  ugs. · funzen  ugs. · gehen  ugs. · ↗klappen  ugs. · ↗laufen  ugs.
Unterbegriffe
  • ohne Probleme funktionieren · problemlos vonstattengehen · reibungslos funktionieren  ●  glattgehen  ugs. · glattlaufen  ugs. · laufen wie geschmiert  ugs. · problemlos klappen  ugs. · problemlos über die Bühne gehen  ugs. · reibungslos über die Bühne gehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
einen Fuß vor den anderen setzen · gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · ↗latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
in Betracht kommen · ↗in Frage kommen · ↗infrage kommen · machbar sein · möglich sein · zur Debatte stehen · zur Diskussion stehen  ●  (sich) machen lassen  ugs. · drin sein  ugs. · gehen  ugs.
Synonymgruppe
(die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Unterbegriffe
  • eines natürlichen Todes sterben · keines gewaltsamen Todes sterben
  • den nassen Tod erleiden · den nassen Tod finden · ↗ersaufen · in den Fluten umkommen · ↗untergehen  ●  ↗ertrinken  Hauptform · ↗absaufen  ugs. · ↗versaufen  derb
  • (den) Hungertod sterben · an Nahrungsmangel zugrunde gehen · bei/in einer Hungersnot umkommen · vor Hunger sterben  ●  ↗verhungern  Hauptform · hungers sterben  geh., veraltet
  • (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · ↗abkratzen  derb · ↗abnippeln  derb · elendig sterben  derb · elendig verrecken  derb · ↗hopsgehen  derb · ↗krepieren  ugs. · ↗verrecken  derb
  • aus dem Leben gerissen werden · aus der Mitte des Lebens gerissen werden · in Schönheit sterben · mit wehenden Fahnen untergehen  ●  jung sterben  Hauptform
  • ersticken
  • abkacken  derb · ↗abkratzen  derb, Hauptform · ↗abnibbeln  derb · ↗abnippeln  derb · ↗abschrammen  derb · den Arsch zukneifen  derb · ↗hopsgehen  ugs., salopp
  • (den) Tod finden · ↗(ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · getötet werden · tödlich verunglücken · ↗umkommen · ums Leben kommen  ●  draußen bleiben  veraltend, historisch · zu Tode kommen  Hauptform · ↗(jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · ↗draufgehen  ugs., salopp · ↗hopsgehen  ugs., salopp · tot bleiben  ugs., regional, veraltet · vor die Hunde gehen  ugs., sprichwörtlich · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
  • an Blutverlust sterben  ●  ↗verbluten  Hauptform
  • (den) Kältetod erleiden · ↗erfrieren
  • über den Deister gehen (norddt.)  ugs. · über den Jordan gehen  ugs. · über die Klinge springen  ugs.
  • (sein) Leben geben · (sein) Leben opfern · ↗(sich) opfern
  • (seinen Verletzungen, einem Leiden) erliegen · dahingerafft werden (von)  ●  sterben an  Hauptform
  • an Wassermangel zugrunde gehen  ●  ↗verdursten  Hauptform
  • (ur)plötzlich sterben · plötzlich tot sein · tot umfallen
  • als er ans Sterben kam · als er nun sterben sollte · als er sich zur letzten Ruhe begab · als er sich zur letzten Ruhe bettete
Assoziationen
  • auf dem Feld der Ehre gefallen (pathetisch) · auf dem Feld der Ehre sein Leben gelassen · den Heldentod gestorben (pathetisch) · ↗gefallen · getötet worden  ●  draußen geblieben  ugs., Jargon
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · ↗tot · tot und begraben (Verstärkung) · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · ↗mausetot  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • (den) Freitod wählen · (die) (letzte) Konsequenz ziehen · (sein) Leben wegwerfen · ↗(sich) (selbst) richten · ↗(sich) (selbst) töten · ↗(sich) (selbst) umbringen · (sich) das Leben nehmen · (sich) etwas antun · (sich) vom Leben zum Tode befördern · Hand an sich legen · Selbstmord begehen · Suizid begehen · seinem Leben ein Ende machen · seinem Leben ein Ende setzen  ●  (sich selbst) (den) Garaus machen  geh. · (sich) ein Leid antun (lit.)  geh. · (sich) ein Leids antun (lit.)  geh., verhüllend · ↗(sich) entleiben  geh.
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
  • arbeiten bis zum Schluss · in Ausübung seiner Tätigkeit sterben · in den Sielen sterben · in treuer Pflichterfüllung sterben · jemand arbeitet, bis er tot umfällt
  • (bald) gehen · (es) geht zu Ende (mit jemandem) · (jemandem) wachsen schon Flügel · (jemandes) Tage sind gezählt · es bald hinter sich haben · in den letzten Zügen liegen · mit dem Tode kämpfen  ●  im Sterben liegen  Hauptform · es nicht mehr lange machen  derb
  • Ableben · ↗Abschied · ↗Exitus · Hinscheiden · ↗Lebensende · ↗Sterben · Versterben  ●  ↗(jemandes) Tod  Hauptform · ↗Abberufung  verhüllend, fig. · ↗Heimgang  religiös · ↗Hinschied  schweiz.
  • absterben (Pflanzen) · ↗verdorren · ↗vertrocknen  ●  ↗eingehen (Pflanzen)  Hauptform · ↗kaputtgehen  ugs.
  • eingehen (Tiere) · ↗krepieren · ↗sterben · ↗verenden
  • Leiche · ↗Leichnam · Toter · sterbliche Hülle · sterbliche Überreste · toter Körper
  • in Massen sterben · in Massen umkommen · massenhaft sterben · sterben wie die Fliegen
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · ↗Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.
Synonymgruppe
(den) Dienst quittieren · ↗(ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (sein) Büro räumen · (seine) Kündigung einreichen · (seinen) Abschied nehmen · ↗ausscheiden · ↗kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · ↗künden  schweiz. · seinen Hut nehmen  fig. · ↗(den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · ↗aufhören (bei)  ugs. · das Handtuch werfen  ugs., fig. · gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · ↗weggehen  ugs.
Assoziationen
  • (Amt) niederlegen · ↗(Posten) aufgeben · (sein) Amt zur Verfügung stellen · ↗abdanken · ↗abtreten · ↗zurücktreten  ●  den Staffelstab weitergeben  ugs. · seinen Hut nehmen  ugs.
  • (die Hoffnung) aufgeben · (die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · ↗(sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
  • (die) Arbeit verlieren · (jemandes) Arbeitsverhältnis wird beendet · auf die Straße gesetzt werden · gehen müssen · gekündigt werden · rausgeworfen werden · wegrationalisiert werden  ●  (der) Stuhl wird (jemandem) vor die Tür gesetzt  fig. · entlassen werden  Hauptform · seinen Hut nehmen müssen  fig. · (die) rote Karte kriegen  ugs. · (sich) was Neues suchen können  ugs. · achtkantig rausfliegen  ugs. · ↗fliegen  ugs., fig. · gefeuert werden  ugs. · geschasst werden  ugs. · hochkant(ig) rausfliegen  ugs. · ↗rausfliegen  ugs. · rausgeschmissen werden  ugs.
  • abberufen · ↗ablösen · ↗absetzen · ↗entlassen · ↗entmachten · seines Postens entheben  ●  ↗abhalftern  ugs. · seines Amtes entheben  geh. · seines Amtes entsetzen  geh., veraltet · seines Kommandos entheben  geh.
Synonymgruppe
(bald) gehen · (es) geht zu Ende (mit jemandem) · (jemandem) wachsen schon Flügel · (jemandes) Tage sind gezählt · es bald hinter sich haben · in den letzten Zügen liegen · mit dem Tode kämpfen  ●  im Sterben liegen  Hauptform · es nicht mehr lange machen  derb
Assoziationen
  • dem Tode nah · im Endstadium  ●  ↗moribund  geh. · präfinal  fachspr. · ↗terminal  fachspr.
  • (das) Aus (für) · ...dämmerung · ↗Ende · ↗Götterdämmerung (als Beispiel) · im Endstadium (sein)  ●  (das) Totenglöcklein läuten (für)  fig. · (das) Totenglöcklein läutet (für)  fig.
  • (die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
  • Endstadium · letztes Stadium
Synonymgruppe
(sich) entfernen · ↗(sich) zurückziehen · auf und davon gehen · ↗davonziehen · plötzlich weg sein · ↗verschwinden · ↗weggehen  ●  ↗entfleuchen  scherzhaft, literarisch · (einen) Rückzieher machen  ugs. · ↗(sich) absentieren  geh., veraltend · (sich) davon machen  ugs. · (sich) in Luft auflösen  ugs. · ↗(sich) rausscheren  ugs. · ↗(sich) retirieren  geh., veraltet · ↗(sich) schleichen  ugs., süddt. · (sich) selbständig machen  ugs., ironisch · (sich) von dannen machen  geh., veraltend, literarisch · abdackeln  ugs. · ↗abdampfen  ugs. · ↗abhauen  ugs. · ↗abschieben  ugs. · ↗abschwirren  ugs. · ↗abziehen  ugs. · abzischen  ugs. · ↗enteilen  geh. · ↗fortstreben  geh. · gehen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (sich) absetzen · ↗abspringen · ↗aussteigen · von der Fahne gehen · von der Stange gehen  ●  ↗desertieren  fig., militärisch · ↗(sich) abseilen  ugs., fig. · ↗(sich) absentieren  geh., veraltet · ↗(sich) ausklinken  ugs., fig. · ↗(sich) verkrümeln  ugs. · ↗(sich) verpissen  derb
  • (jemandem) auskommen · ↗(jemandem) weglaufen · ↗ausbüxen · ↗ausreißen · das Weite suchen · ↗durchbrennen · ↗entlaufen · laufen gehen · sich aus dem Staub machen  ●  Reißaus nehmen  veraltend · ↗stiften gehen  ugs.
  • (das) Weite suchen · die Flucht ergreifen · ↗entkommen · ↗fliehen · ↗flüchten · ↗weglaufen · zu entkommen versuchen  ●  Fersengeld geben  veraltend · (sich) aus dem Staub machen  ugs. · ↗(sich) dünn(e) machen  ugs. · ↗(sich) verdrücken  ugs. · ↗abhauen  ugs. · ↗ausfliegen  ugs., ironisch · ↗stiften gehen  ugs. · ↗türmen  ugs. · ↗verduften  ugs. · zu entkommen suchen  geh.
  • (sich) fluchtartig entfernen · ↗davonlaufen · ↗davonrennen · es (auf einmal) (sehr) eilig haben · ↗fortlaufen · ↗fortrennen · laufen gehen · ↗weglaufen  ●  ↗wegrennen  Hauptform · (die) Beine in die Hand nehmen  ugs., fig., variabel · (die) Beine untern Arm nehmen  ugs., fig., variabel · (einen) flotten Schuh machen  ugs. · Hackengas geben  ugs. · ↗davonstieben  geh. · ↗enteilen (lit.)  geh.
  • Abflug! · Geh!  ●  Fort mit dir!  veraltet · Geh mit Gott, aber geh!  Redensart · Wegtreten!  militärisch · Abmarsch!  ugs. · Da ist die Tür!  ugs. · Fahr zur Hölle! (aggressiv)  derb · Geh mir aus den Augen!  ugs. · Geh mir vom Acker!  ugs. · Geh weg!  ugs. · Hau ab!  ugs. · Mach 'n Abgang!  ugs. · Mach 'ne Fliege!  ugs. · Mach Meter!  ugs., österr. · Mach die Fliege!  ugs. · Mach, dass du wegkommst!  ugs. · Pack dich!  ugs. · Raus (mit dir)!  ugs. · Scher dich fort!  ugs., veraltend · Scher dich weg!  ugs., veraltend · Scher dich zum Teufel!  ugs., veraltend · Schieb ab!  ugs. · Schieß in'n Wind!  ugs. · Schleich di!  ugs., süddt. · Schleich dich!  ugs. · Schwirr ab!  ugs. · Sieh zu, dass du Land gewinnst!  ugs. · Verpiss dich!  derb · Verschwinde!  ugs. · Verzieh dich!  ugs. · Zieh Leine!  ugs. · Zisch ab!  ugs.
  • (sich) auf den Weg machen · ↗(sich) aufmachen · ↗losgehen · ↗losziehen · seinen Weg antreten  ●  ↗aufbrechen  Hauptform · (sich) auf die Beine machen  ugs. · (sich) auf die Socken machen  ugs. · ↗lossocken  ugs., regional
  • entschwunden · ↗fort · hat sich verflüchtigt · nicht auffindbar · nicht aufzufinden · nicht zu finden · spurlos verschwunden · ↗unauffindbar · ↗verloren · verloren gegangen · vermisst (werden) · ↗verschollen · verschwunden · vom Winde verweht  ●  ↗abgängig  Amtsdeutsch, fig. · ↗weg  Hauptform · (sich) in Luft aufgelöst haben  ugs. · abhanden gekommen  ugs. · ↗dahin  geh. · ↗flöten  ugs. · flöten gegangen  ugs. · ↗futsch  ugs. · futschikato  ugs., scherzhaft · ↗hops  ugs. · ↗perdu  ugs., franz. · ↗sonst wo  ugs. · verschütt gegangen  ugs. · von Windows verweht  ugs., scherzhaft · wie vom Erdboden verschluckt  ugs. · wie weggeblasen  ugs.
  • (sich) davonmachen  ●  ↗(sich) verkrümeln  ugs. · (sich) vertschüssen  ugs. · ↗abhauen  ugs.
  • abtauchen · nicht mehr erreichbar sein · ↗untertauchen · von der Bildfläche verschwinden
Synonymgruppe
(ganz) akzeptabel sein  ●  (ganz) okay sein  ugs. · einigermaßen sein  ugs. · gehen  ugs. · nicht schlecht (sein)  ugs.
Assoziationen
  • (ganz) anständig · ↗annehmbar · ausreichend · ↗brauchbar · guter Durchschnitt · ↗hinreichend · kann sich sehen lassen · mit Anstand · reicht (aus) · schön und gut (aber)  ●  (da) gibt's nichts zu meckern  ugs. · (da) kann man nicht meckern  ugs. · ↗(ganz) akzeptabel  ugs. · (ist) auch schön!  ugs. · ganz ordentlich  ugs. · gut und schön (aber)  ugs. · kann angehen  ugs. · keine Offenbarung (aber ...)  ugs. · könnte schlimmer sein  ugs., ironisch · leidlich gelungen  geh. · nicht schlecht  ugs. · nicht übel  ugs. · passt schon  ugs., süddt. · schon in Ordnung  ugs. · schon okay  ugs.
Synonymgruppe
(irgendwohin) gehen · den Wohnort wechseln · den Wohnsitz wechseln · eine neue Bleibe bekommen (Behörde o.ä.) · ↗umsiedeln · ↗umziehen · ↗übersiedeln  ●  ↗dislozieren  schweiz. · ↗zügeln  schweiz.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) begeben (nach / zu ...) · (sich) bewegen (nach / zu ...) · ↗(sich) hinbegeben · ↗hingehen  ●  (irgendwohin) gehen  Hauptform, variabel · (sich) bemühen (nach / zu ...)  geh. · ↗(sich) hinbemühen  geh. · (sich) verfügen (nach / zu ...)  geh., Amtsdeutsch, altertümelnd

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ende Weg angehen auch aufgehen ausgehen dabei dann darum davongehen eingehen er es gut hervorgehen hinausgehen ich losgehen nicht nur sie so umgehen vorgehen weit weitergehen wieder wir zugehen zurückgehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn darum ging es, aber das will man heute nicht mehr wahrhaben.
Der Spiegel, 25.06.2001
Nun geht es aber nicht darum, einfach festzuhalten am Überkommenen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]
Nach 1870 ging F. von der Illustration zur Malerei über.
o. A.: Lexikon der Kunst - F. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 2786
Wer den Eid nicht leistete, sollte sämtlicher Rechte in Genf verlustig gehen.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7514
Zwar die Masse war fromm genug; aber es ging ihr gar zu schlecht, und schließlich mußte sie doch zunächst leben.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 18707
Zitationshilfe
„gehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gehen>, abgerufen am 13.12.2018.

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