gehoben

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungge-ho-ben
Grundformheben
Wortbildung mit ›gehoben‹ als Grundform: ↗Gehobenheit
eWDG, 1967

Bedeutung

über dem Gewöhnlichen, Üblichen stehend
entsprechend der Bedeutung von heben (Lesart 3)
a)
sozial bessergestellt
Beispiele:
sie leben in gehobenen Verhältnissen
er ist in einer gehobenen Stellung
der gehobene Mittelstand
Ein Mittelstand, der umfänglicher wurde mit dem Anwachsen einer gehobenen Arbeiterschaft [H. MannZeitalter338]
b)
gewählt
Beispiel:
sich einer gehobenen Ausdrucksweise, Sprache bedienen
anspruchsvoll
Beispiele:
die gehobene Unterhaltungsliteratur
der gehobene Bedarf (= der Bedarf an Luxuswaren)
c)
feierlich
Beispiele:
er war an seinem Ehrentag in gehobener Stimmung
Ich erinnere mich eines gehobenen Augenblicks [Th. MannZauberb.2,867]
Aber lange überließ Barbara ihren Vater nicht seinen gehobenen Gefühlen [TralowKepler40]

Thesaurus

Synonymgruppe
gehoben · hochstehend
Synonymgruppe
(seine Worte) mit Bedacht (wählen) · (seine) Worte wägen · (sich) gewählt (ausdrücken) · ↗gesucht · mit ausgesuchten Worten · mit gewogenen Worten · ↗stilvoll  ●  gehoben  Hauptform · (einen) hohen Ton anschlagen  geh. · ↗bildungssprachlich  fachspr. · ↗elaboriert (Ausdrucksweise)  fachspr., veraltend · im hohen Ton  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anspruch Ausstattung Bedarf Bürgertum Dienst Gastronomie Hotellerie Kategorie Klasse Küche Lebensstandard Lebensstil Marktsegment Mittelklasse Mittelmaß Mittelschicht Mittelstand Polizeidienst Preiskategorie Preisklasse Preissegment Privatkunde Privatkundengeschäft Privatkundschaft Schicht Segment Unterhaltung Unterhaltungsmusik Verwaltungsdienst mittel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gehoben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insgesamt läßt sich bei neuen Hotels ein Trend zu gehobener Ausstattung feststellen.
Süddeutsche Zeitung, 14.06.1997
Sie reicht nicht mal hin, in der Wirtschaft unterzukommen, jedenfalls nicht in gehobenen Positionen.
Der Spiegel, 20.05.1985
Vielleicht darf man eher von einer Umsetzung volkstümlicher Dichtung in eine gehobene, kunstvolle Sprache reden.
Franke, Herbert: Sinologie, Bern: A. Francke 1953, S. 155
Ich stürzte sofort mit gehobenem Messer auf sie los und stieß gegen sie.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Justizrats Levy. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 3519
Zunächst möchte ich darauf erwidern, daß ich zur Gruppe der gehobenen mittleren Beamten gehöre, aber das ist nur nebenbei.
o. A.: Einhundertdreißigster Tag. Mittwoch, 15. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 25268
Zitationshilfe
„gehoben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gehoben>, abgerufen am 24.04.2019.

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